Zehn wichtige Konsumtrends 2013 - Pro Carton ...

Zehn wichtige Konsumtrends 2013 - Pro Carton empfiehlt Berücksichtigung beim Verpackungsdesign

Das Institut "trendwatching.com" hat für das Jahr 2013 zehn Trends prognostiziert, die nach Meinung von Pro Carton, der europäischen Vereinigung der Karton- und Faltschachtelindustrie, für das Design von Verpackungen interessante Ansätze bieten: Nachhaltigkeit wird ein Muss für die Supply Chain, zugleich stellen Transparenz, Authentizität und Globalisierung das Verpackungsdesign vor neue Aufgaben.

Das Institut "trendwatching.com" hat sich laut Pro Carton in den zehn Jahren seit seiner Gründung zu einem führenden internationalen Institut für Trendbeobachtung entwickelt. 200000 Abonnenten weltweit folgen monatlich den neuesten Trendberichten. Die vom Institut für 2013 gesehenen Trends sind:

1. Presumers & Custowners

Presumers lieben es, Produkte und Services zu unterstützen, zu pushen und zu finanzieren, und zwar bevor sie auf den Markt kommen. Dank zahlreicher neuer Crowdfunding-Plattformen und neuer Produktionstechnologien werden die kommenden zwölf Monate Presumers mehr Möglichkeiten bieten als je zuvor.

 

Custowners sind Konsumenten, denen passiver Konsum eines Produktes nicht genügt, sie finanzieren und investieren in Marken, deren Produkte sie benutzen. Allerdings erwarten die Konsumenten, die immer besseren Geschäftssinn beweisen, vermehrt auch Gegenleistungen, und zwar nicht nur finanzieller, sondern auch emotionaler Art. Daher werden nur Marken, die sich als offen, freundlich, ehrlich, zuverlässig, transparent und "menschlich" erweisen, enthusiastische Custowners anlocken können.

 

2. Aufstrebende Märkte zum Quadrat

Während in den letzten 20 Jahren die entwickelten Märkte auf die aufstrebenden ausgerichtet waren und die aufstrebenden Märkte immer stärker auf die entwickelten eingingen, ist es nun Zeit für eine Explosion an Produkten und Services von aufstrebenden Märkten für aufstrebende Märkte. Stellen Sie sich vor, wie chinesische und brasilianische Marken die Mittelschichten in der Türkei, in Indien oder Südafrika beliefern, und umgekehrt.

 

Die Zahlen sehen gut aus: 2013 wird das BIP aufstrebender Märkte zum ersten Mal das der hoch entwickelten Märkte übersteigen (gemessen in Kaufkraftparitäten); 44,1 Billionen USD gegen 42,7 Billionen USD (Quelle: IMF, Oktober 2012). Es ist zu erwarten, dass die nächsten Global Player auf dem Massenmarkt von aufstrebenden Märkten hervorgebracht werden.

 

3. Mobile Momente

Für alle, die sich fragen, wie es mit Handy & Co weitergeht, gibt es genügend Stoff zum Nachdenken: 2013 werden Konsumenten permanent auf ihre Mobilgeräte schauen, um absolut jeden Moment maximal auszukosten - Lifestyle-Multitasking, wenn nicht sogar Hypertasking ihrer Erfahrungen, Einkäufe und Unterhaltungen.

 

Micro-Convenience, Mini-Erlebnisse und digitale "Snacks" werden 2013 die Szene beherrschen. Durch das hektische Stadtleben ist kein Augenblick zu kurz und keine Tätigkeit zu fesselnd, um nicht noch mehr Inhalt, Austausch, Konsum oder einfach Spaß zu haben. In den nächsten zwölf Monaten werden die mobilen Momente regelrecht explodieren.

 

4. Ein zweites Leben

Zeichen setzen für den Ökotrend 2013: mit Produkten und Dienstleistungen, die buchstäblich neues Leben enthalten. Diese Produkte können ausgepflanzt und aufgezogen oder anderweitig wiederverwendet werden, um etwas Neues entstehen zu lassen - mit allen Öko-Storys und der Öko-Reputation, die das mit sich bringt.

 

Krise oder nicht, auf lange Sicht ist Nachhaltigkeit eines der wichtigsten Ziele für Marken. "Ein zweites Leben" wird wohl keine der großen ökologischen Herausforderungen lösen, doch mehr denn je wird es 2013 ein Anliegen sein, direkt aus Konsumprodukten spielerisch neuen, umweltfreundlichen Nutzen zu ziehen.

 

5. Appskriptionen

Digitale Technologien sind die neue Medizin. Dieses Jahr werden Konsumenten ihren Arzt konsultieren in der Erwartung, dass ihnen Gesundheits-Apps und andere Technologien empfohlen oder sogar "verschrieben" werden wie ein Medikament, als Teil der Behandlung. Mittlerweile gibt es bereits über 13.000 Gesundheits-Apps im Apple Store, es geht also nicht mehr darum, eine App zu finden, sondern die beste zu entdecken, eine, die sicher und gut funktioniert.

 

Auch wenn Sie nicht im Gesundheitsbereich tätig sind, wird es sich lohnen, über den dahinterliegenden Trend nachzudenken: den Trend zu mobil anwendbaren Dienstleistungen.

 

6. Die Herkunft zelebrieren

Aufstrebende Märkte werden im kommenden Jahr ihr nationales und kulturelles Erbe stolz hervorkehren und exportieren. Symbole, Lebensarten und Traditionen, die bisher heruntergespielt oder verleugnet wurden, werden für einheimische Konsumenten eine Quelle des Stolzes sein und auch weltweit die Konsumenten interessieren. Globales kulturelles Kapital wird 2013 ebenso dynamisch umgesetzt werden wie sein finanzielles Gegenstück.

 

Es wird Zeit, einen Partner aus einem Schwellenmarkt mit einer regionalen Marke zu suchen und mit ihm lokales Flair zu den Kunden zu bringen!

 

7. Data Mining

Bisher konzentrierte sich die "große Datendiskussion" auf den Wert von Konsumentendaten für Unternehmen. Jetzt werden Konsumenten den Wert ihrer Lifestyle-Daten erkennen und gezielt einsetzen. Sie werden sich an Marken wenden, die diese Daten nutzen, um ihnen proaktiv zu helfen, ihr Leben zu verbessern oder Geld zu sparen.

 

In der Welt des Entertainments ist dieses Prinzip bereits bekannt, doch 2013 werden auch "normale" Branchen beginnen, Konsumentendaten zu verwenden und Nutzen aus ihnen zu ziehen. Allerdings wird dies eine schmale Gratwanderung zwischen dem Angebot wertvoller Dienstleistungen sein, die nahtlos an das Produkt anknüpfen, und aggressiver oder sogar beängstigender Werbung. Konsumenten möchten bedient werden, aber nicht beobachtet.

 

8. Wieder lokal hergestellt

Die Sucht der Konsumenten nach Neuem, die Erwartung, auf der Stelle das richtige Produkt zu erhalten, ökologische Überlegungen ebenso wie das Bedürfnis nach interessanteren Geschichten werden sich 2013 mit der Verbreitung neuer, lokaler Herstellungstechnologien verbinden. 3D-Druck und Produktion "on demand" ermöglichen eine Wiedergeburt heimischer Produktion auf entwickelten Märkten.

 

Angesichts neuer Technologien und Geschäftsmodelle geht es hier um viel mehr als nur handwerkliche Produktionsformen. Auch die Industrie wird diesen Trend begrüßen, angesichts steigender Arbeitskosten in China und langen Lieferzeiten über zerbrechliche globale Supply Chains.

 

9. Totale Transparenz

Der Trend zur Transparenz verstärkt sich 2013: Für Marken genügt es nicht mehr, dass sie "nichts zu verbergen" haben. Sie müssen vielmehr aktiv zeigen und beweisen, dass dem so ist. Hochtrabende Presseaussendungen über "Werte" und "Kultur" reichen nicht mehr aus, echte, unzweideutige und klare Beweise oder Verlautbarungen über konkrete Ergebnisse sind gefragt.

 

Nicht alle Konsumenten werden so fordernd sein, aber totale Transparenz wird zum Hygienefaktor. Auch Käufer, die das nicht verlangen, werden erwarten, dass die Marken ihre ethische und ökologische Verantwortungsbereitschaft jenen beweisen, die darauf Wert legen. Nur Marken, die sich und ihrem Produkt hundertprozentig vertrauen, werden totale Transparenz bieten können.

 

10. Anspruchsvolle Marken

Ehrgeizige Marken, die sich auf den Weg machen zu einer nachhaltigeren und sozial verantwortungsbewussteren Zukunft, werden im Jahr 2013 verlangen, dass ihre Kunden ebenso dazu beitragen. Auf diese Weise werden sie sich die Anerkennung auch der forderndsten Konsumenten sichern.

 

Allerdings werden sich die Konsumenten nicht für eine Marke einsetzen, wenn sie nicht völlig von deren Vision überzeugt sind. Eine "anspruchsvolle Marke" muss deshalb zu hundert Prozent transparent und ehrlich sein.

 www.trendwatching.com

 

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