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Wellpappe in Deutschland: Nach Menge weiter auf Wachstumskurs – Erlöse pro Quadratmeter rückläufig

Die Mitglieder der deutschen Branchenorganisation Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) haben 2016 arbeitstäglich betrachtet ein Absatzwachstum von 1,5 Prozent erzielt.

In absoluten Zahlen gemessen, d.h. ohne arbeitstägliche Bereinigung, haben die VDW-Mitglieder 2016 knapp 7,6 Mrd. Quadratmeter Wellpappe abgesetzt. Damit verzeichnen sie ein Plus von 113 Millionen Quadratmeter gegenüber dem Vorjahr, was einer Steigerung von 1,5 Prozent entspricht. Die Zahlen gab die Organisation an ihrer Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main bekannt. Die Gründe für das erneute Wachstum sieht Dr. Steffen P. Würth, Vorsitzender des VDW, in der robusten deutschen Exportwirtschaft, der Kauflaune privater Haushalte und die gestiegenen staatlichen Ausgaben.

Der gestiegenen Nachfrage nach Wellpappenerzeugnissen steht eine negative Entwicklung der Erlöse gegenüber. Der Preis pro Quadratmeter Wellpappe sank im Jahresverlauf 2016 von 52,9 Cent im Januar auf 51,5 Cent pro Quadratmeter im Dezember. Dies ist der niedrigste gemessene Wert seit Dezember 2010. Im Durchschnitt lagen die Preise für Wellpappenerzeugnisse in 2016 bei 52,5 Cent pro Quadratmeter und somit 0,5 Prozent niedriger als 2015. Entsprechend blieb der Umsatz mit einem Plus von 1 Prozent hinter dem Mengenwachstum und laut Würth auch hinter den Erwartungen der Branche zurück.

Mit einem im Jahr 2016 um durchschnittlich 3,8 Prozent gesunkenen Einkaufspreis für den wichtigsten Rohstoff, das Wellpappenrohpapier, entspannte sich für die Unternehmen Kostensituation. Dies laut Würth nur kurzfristig, denn zum Jahresbeginn 2017 habe sich das Blatt mit zweistelligen Preiserhöhungen bei den Wellpappenrohpapieren drastisch gewendet. Weitere Preiserhöhungen seien angekündigt.

Für das laufende Jahr rechnet Würth erneut mit einem Absatzplus, verweist dabei jedoch auf internationale Unwägbarkeiten: „Es besteht das Risiko, dass dem aktuellen Aufschwung die Luft ausgeht – insbesondere, falls die jüngeren protektionistischen Bestrebungen dies- und jenseits des Atlantiks ihre ungute Wirkung entfalten sollten.“ Vor diesem Hintergrund kalkuliert Würth mit einem Anstieg des arbeitstäglichen Wellpappenabsatzes um 1,2 Prozent.

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