„Verpackungskiller Online?“ - Österreichische...

„Verpackungskiller Online?“ - Österreichische Verpackungstagung Impackt 2015 thematisierte Auswirkungen des Onlinehandels auf die Verpackung

Die österreichische Verpackungstagung Impackt stand in diesem Jahr unter dem Thema "Verpackungskiller Online?" Durch den Onlinehandel entstehen neue Herausforderungen für Verpackungen, die am 7. und 8. Mai in Bad Erlach / Niederösterreich diktiert wurden. Die Impackt wird vom Forschungsinstitut Ofi in Kooperation mit der Verpackungszeitschrift Austropack organisiert.

Die österreichische Verpackungstagung Impackt beschäftigte sich dieses Jahr mit den Konsequenzen, die veränderte Konsumgewohnheiten der Onlinegesellschaft auf die Verpackungsbranche haben. Unter dem Motto "Verpackungskiller Online?" wurden sowohl Lösungsansätze für den sicheren Versand verschiedenster Waren diskutiert, als auch neue Potenziale für das haptische Erlebnis des Auspackens in den eigenen vier Wänden erkannt.

Im Laufe der Veranstaltung zeichnete sich eine deutliche Antwort auf die zentrale Fragestellung der Fachtagung aus: Onlinehandel ist kein Killer für Verpackungen, aber er bietet neue Herausforderungen, und damit auch Potenziale für die Branche. Durch einen veränderten Zugang zum Verpacken vierschiedenster Waren gibt es viele Möglichkeiten, das Einkaufserlebnis für Kunden zu optimieren.

Noch sind vor allem der Preis und das Handling in der Logistik Hauptkriterien bei der Wahl der Verpackungen für den Onlinehandel. Langsam wird aber auch hier ein veränderter Zugang erkennbar. Die Beurteilung der Verpackung als reiner Gebrauchsgegenstand, oft auch reiner Müllerzeuger, wandelt sich hin zum Marketinginstrument mit Mehrwert.

Gerade kleine Shops können sich durch eine innovativ gestaltete Verpackung von der billigen Masse abheben, erklärte Martin Greb von DS Smith. Natürlich haben auch grössere Versender erkannt, dass die Verpackung in Einklang mit dem Gesamtauftritt des Unternehmens stehen muss um erfolgreich zu sein. So werden immer mehr Marketingideen in Kooperation mit Verpackungslieferanten umgesetzt. Ein eingehendes Vorgespräch mit einem erfahrenen Hersteller kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg am Markt ausmachen.

Florian Sulzner, der als Fulfillment-Spezialist bei Dreif GmbH alle Aufgaben rund um das Handling von Produkten übernimmt, gab zu bedenken, dass gute Versandverpackungen immer eine Aufgabe von Spezialisten sind - auch abseits von der Umsetzung von Marketingideen. Um ein einfaches Handling sowie einen sicheren Transport zu gewährleisten, sollte eine individuelle Abstimmung zwischen Produkt, Verpackung und Logistik erfolgen.

 

Green Packaging Star Awards

Im Rahme Tagung wurden die Green Packaging Star Awards verliehen. Dieser Preis geht an besonders innovative Verpackungsideen mit Nachhaltigkeitsfaktor. Dieses Jahr zeichneten das OFI und die Zeitschrift Kompack unter anderen die Tetra Pack AG aus, die mit einer Frischmilch-Verpackung aus komplett nachwachsenden Rohstoffen überzeugen konnte. Auch die Schweizer Robatech erhielt einen Green Packaging Star (Pack aktuell berichtete).

 

Infos zum Veranstalter

Veranstalter OFI ist Experte für Werkstoffanwendungen und Bauwerkserneuerung. 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prüfen und bestätigen die Zuverlässigkeit von Werkstoffen - ob für den Einsatz in Fahrzeugen, bei Verpackungen oder im Bauwesen. Das OFI ist Gründungsmitglied der Austrian Cooperative Research (ACR), des Dachverbandes der kooperativen Forschungseinrichtungen Österreichs.

 

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