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Pleite wegen Tragtaschengebühr: Britischer Tagtaschen-Produzent Nelson Packaging meldet Insolvenz an

Seit Oktober 2015 sind in Grossbritannien 5 Pence Gebühren für Kunststoff-Tragtaschen zu zahlen.

In der Folge ging der Verbrauch der Taschen im Detailhandel stark zurück. Das habe Nelson Packaging das finanzielle Genick gebrochen, sagte Michael Flynn, der Geschäftsführer der Tragtaschenherstellerin Unternehmens mit Sitz in Nelson in der britischen Grafschaft Lancashire, gegenüber britischen Medien. Flynn sagte: "Wir dachten, dass wir für die Tasche Gebühren bereit waren. Doch nach der Einführung mussten wir feststellen, dass es weit anspruchsvoller wurde, als wir erwartet hatten." Die Firma musste deshalb Ende Februar Insolvenz anmelden. Mittlerweile ist ihre Webseite www.nelsonpackaging.co.uk abgeschaltet.

Mit Nelson Packaging trifft es eine Firma, die seit über 30 Jahren im Geschäft war. Nelson produzierte mehrfach verwendbare Tragetaschen aus Recycling-LDPE (Polyethylen). Das Unternehmen war 2013 von Intelipac Ltd. gekauft worden, einem britischen Hersteller und Vertreiber von Tragtaschen für den Detailhandel.

Die Insolvenz einer Tragtaschen Herstellerin kann nicht überraschen, wenn die Zahlen stimmen, die britische Detail-Händler zum Rückgang des Tragtaschen-Verbrauchs melden. So berichtete der grösste britische Detailhändler Tesco im Dezember letzten Jahres, das nach der Gebühreneinführung 78 % weniger Kunststofftragtaschen abgegeben wurden.

 

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