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Heidelberger Druckmaschinen AG: Startschuss für neues Entwicklungszentrum

Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg hat am 25. November ihr neues Entwicklungszentrum am Standort Wiesloch-Walldorf offiziell lanciert.

Am grössten Produktionsstandort des Druckmaschinenherstellers soll die weltweit modernste Forschungsstätte für die Druckindustrie im Jahr 2018 entstehen. Heidelberg investiert rund 50 Millionen Euro das neue Zentrum. Der Konzern will so das bedeutendste Kompetenzzentrum der Druckbranche schaffen, die global rund 400 Milliarden Euro jährlich umsetzt, Tendenz steigend.

An der offiziellen Lancierung war unter anderem Theresia Bauer anwesend, die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst von Baden-Württemberg, dem deutschen Bundesland, in dem Heidelberg den Sitz hat. Bauer sagte, dass mit dieser Investition in Baden-Württemberg ein neuer Leuchtturm in der Forschungslandschaft entsteht. Der Bau eines Entwicklungszentrums dieser Grösse und Qualität sei ein Beleg, dass Entscheidungen bei der Heidelberger Druckmaschinen AG von langfristigem strategischem Denken bestimmt werden

Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, sagte, dass sich Heidelberg. bewusst für Baden-Württemberg entschieden, weil hier ein exzellentes Umfeld und hoch qualifizierte Fachkräfte vorhanden seien. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation der vergangenen Jahre habe das Unternehmen den Forschungsetat zu keinem Zeitpunkt gekürzt, sondern sich auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen konzentriert.

Gefragt seien heute in der Druckindustrie neue Anwendungen und Steuerungstechniken. Neben dem klassischen Offsetdruck gehöre dem Digitaldruck die Zukunft. Dieser sorge dafür, dass die Branche weiter wächst. Damit werde insbesondere der Trend zu flexiblen, individualisierten Kleinstauflagen bedient. Auch der so genannte digitale 4D-Druck, das Bedrucken von dreidimensionalen Gegenständen unterschiedlichster Materialien, unterstreiche diesen Trend; hiermit sei das individuelle Bedrucken von Glas, Holz, Plastik und anderen Stoffen möglich. Heidelberg habe mittlerweile als erstes Unternehmen unterschiedliche digitale Druckmaschinen für die industrielle Nutzung entwickelt. Der Wandel des Unternehmens zeige sich auch daran, dass mittlerweile mehr als 250 Software-Spezialisten dort arbeiten. Heidelberg beschäftige neben den branchentypischen Berufsgruppen beispielsweise auch Chemiker, da der Konzern eigene umweltfreundliche Farben entwickele und produziere.

Heidelberg ist in der Schweiz mit der Heidelberg (Schweiz) AG in Bren vertreten.

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