„Grüner“, weil leichter: Diätkur für Champagn...

„Grüner“, weil leichter: Diätkur für Champagnerflaschen

In Punkto Recycling sind Glasverpackungen topp, lassen sie sich doch vollständig und immer wieder verwerten. Das vergleichsweise hohe Gewicht ist aber ein Tolggen im Öko-Reinheft, das die CO2-Bilanz bei Produktion und Transport negativ beeinflusst. Das ist sogar dem mächtigen und stockkonservativen Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne (CIVC) aufgefallen. CIVC hat daher eine neue Standard-Champagnerflasche entwickeln lassen, die 835 statt 900 Gramm wiegt. Das soll die CO2-Emmissionen pro Jahr um 8000 Tonnen verringern. Erste Champagnerhäuser setzen die neue Flasche schon ein. Die bisherige CIVC-Norm geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als durch den hohen Innendruck explodierende Champagnerflaschen noch an der Tagesordnung waren. Doch mittlerweile hat die Glasherstellung deutliche Fortschritte gemacht und das Problem besteht nicht mehr. Die französische Champagner-Industrie hat sich dazu verpflichtet, ihren CO2-Fussabdruck, basierend auf den Zahlen von 2002, bis 2020 um 25 Prozent zu verringern.

stats