Getränkeflaschen aus PET: Meinungen und Fakte...

Getränkeflaschen aus PET: Meinungen und Fakten - Organisation PET Forum nimmt Stellung

Den Kunststoff Polyethylenterephthalat oder PET gibt es seit 75 Jahren.

Ursprünglich zur Herstellung von Textilfasern entwickelt, ist das Material heute auch eines der wichtigsten in der Verpackungsindustrie. Insbesondere Flaschen aus PET haben den Getränkemarkt nachhaltig geprägt. Nach wie vor stehen PET-Flaschen von verschiedenen Seiten unter Kritik. Die PET-Promotionsorganisation Forum PET, die Teil des deutschen Branchenverbandes IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. (IK) ist, hat Stellung zu einigen der gängigsten Negativ-Aussagen zu PET-Flaschen genommen.

Meinung 1: Glasflaschen sind ökologischer als Flaschen aus PET.

Das stimmt laut PET Forum so pauschal nicht. Bei der komplexen Ökobilanz einer Verpackung würden unterschiedlichste Faktoren wie Verpackungsmaterial und -gewicht, Transportstrecken oder das Recycling eine Rolle spielen. PET-Mehrwegflaschen zählen laut Ökobilanzen zu den umweltfreundlichsten Getränkeverpackungen. Auch die PET-Einwegflaschen seien ökologisch stetig weiter verbessert worden. Sie seien in den vergangenen Jahren vor allem durch Maßnahmen wie Gewichtsverringerung, Recycling, kürzere Transporte und die Senkung des Energieverbrauchs bei der Herstellung umweltverträglicher geworden. Nach einer Studie des Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu) im Jahr 2010 sei die häufigste PET-Einwegflasche am Markt, die 1,5 Liter-Flasche für Wasser und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, zur Glas-Mehrwegflasche ökologisch gleichwertig.

Meinung 2: PET-Getränkeflaschen enthalten Weichmacher.

Diese Behauptung ist falsch. PET-Flaschen enthalten keine Weichmacher, sagt das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) auf seiner Webseite. Der Name Polyethylenterephtalat wird fälschlicherweise mit den Weichmachern Phtalaten in Verbindung gebracht, aber Phtalate und andere Weichmacher werden zur Herstellung von PET-Flaschen nicht benötigt. Eine Beigabe von Weichmachern würde auch keinen Sinn ergeben, denn die Flaschen würden hierdurch ihre Stabilität verlieren. Diese falsche Annahme hält sich vermutlich aufgrund der Ähnlichkeit der Namen Phthalat und Polyethylenterephthalat.

Meinung 3: Bei der Herstellung von PET-Flaschen wird Bisphenol A (BPA) eingesetzt.

Auch diese Behauptung widerlegt das Bundesamt für Risikobewertung. BPA wird für die Herstellung von PET-Flaschen nicht verwendet. Bisphenol A gehört zu einer Gruppe von Substanzen, die hormonähnlich wirken können und in Gegenständen aus Kunststoff vorkommen können. Bei der PET-Flaschen-Produktion kommt Bisphenol A jedoch nicht zum Einsatz.

Meinung 4: Von PET-Flaschen gehen hormonähnliche Substanzen in das Mineralwasser über.

Auch das stimmt so nicht. Laut BfR konnten Studien keinen Unterschied zwischen der östrogenen Aktivität von Mineralwässern aus PET-Flaschen und solchen aus Glasflaschen finden. Die bei vereinzelten Studien nachgewiesene Aktivität war bei beiden Verpackungen gleich und zudem etwa 10.000-fach geringer als die natürliche östrogene Aktivität von Getränken wie Milch, Bier oder Rotwein. Das BfR geht davon aus, dass diese geringe Aktivität nicht auf die PET-Flaschen zurückzuführen sei.

Meinung 5: Aus wiederverwerteten PET-Getränkeflaschen werden nur minderwertige Produkte hergestellt.

Das ist nicht richtig. In Deutschland werden die gesammelten PET-Getränkeflaschen zu über 30 Prozent wieder zu Rohstoff für neue PET-Getränkeflaschen, in der Schweiz liegt dieser Anteil noch höher. Weitere Abnehmer sind die Textilfaser- (29 Prozent) und die Folienindustrie (27 Prozent). Aus dem Rest werden weitere Produkte hergestellt wie Bänder oder Reinigungsmittelflaschen (11 Prozent). Zu dem Schluss kommt eine Studie de deutschen Beratungsgesellschaft  GVM.

Meinung 6: Mineralwasser aus PET-Flaschen schmeckt nicht natürlich.

Das ist ebenfalls so nicht korrekt. Richtig ist, dass der Stoff Acetaldehyd aus PET-Flaschen ins Getränk übergehen und bereits ab sehr geringen Mengen einen leicht süsslich-fruchtigen Geschmack hervorrufen kann. Gesundheitlich ist das unbedenklich, weil Acetaldehyd in Wasser schon ab weniger als einem Hundertstel des gesetzlichen Grenzwertes deutlich gerochen oder geschmeckt werden kann. Damit aber der natürliche Geschmack von Mineralwasser unverändert bleibt, enthalten PET-Flaschen in Deutschland Blocker, die verhindern, dass das Acetaldehyd ins Wasser übergehen kann. Acetaldehyd ist ein natürlicher Bestandteil von Früchten und anderen Lebensmitteln wie Käse; teilweise kommt der Stoff dort in wesentlich höheren Konzentrationen vor als in den Mineralwässern aus PET-Flaschen.

www.forum-pet.de

 

 

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