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Getränkedosenkonzern Rexam: Gewinnrückgang wegen höherer Metallpreise

Das Semesterergebnis des britischen Getränkedosenkonzern Rexam, der derzeit ein Produktionswerk in Widnau im Kanton St. Gallen baut, ist durchwachsen. Zwar stieg der Umsatz um 5% auf 1.97 Mrd. Pfund (2,99 Mrd. Franken), der Gewinn vor Steuern sank dagegen 6% auf 156 Mio. Pfund (236 Mio. Franken). Der Umsatzanstieg ist laut Rexam auf Mengenwachstum in Europa und dem Rest der Welt sowie eine Akquisition in Saudi-Arabien zurückzuführen. Als Gründe des Rückgangs nennt Rexam unter anderem höhere Metallpreise und höhere Energiekosten in Brasilien.

Der US-Konkurrent Ball Corp. will Rexam kaufen (Pack aktuell berichtete). Der Prozess zieht sich länger hin, da die EU die Fusion vertieft bis zum 25. November prüft. Das ist verständlich, wenn sich die Nummer 1 und 2 im Getränkedosenmarkt zusammenschliessen wollen. Gemäss Angaben in angelsächsischen Medien haben Ball und Rexam je knapp über 20 % Weltmarktanteil, der drittgrösste Getränkedosen-Hersteller Crown Holdings kommt auf einen Anteil von 19 %. In Europa würden Rexam und Ball zusammen 69 % Marktanteil haben, in Nordamerika rund 60 % und in Brasilien rund 75 %.

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