Forscher wollen das "Ketchup-Problem" lösen

Forscher wollen das "Ketchup-Problem" lösen

Wissenschaftler des deutschen Fraunhofer Institutes in Freising bei München haben ein Verfahren für das Beschichten von Kunststoff-Verpackungen entwickelt, das in der Verpackung verbleibende Restmengen auf die Hälfte reduzieren soll. Erste Beispiele dieser Verpackungen wollen die Forscher auf der Messe K2007 vom 24. bis 31. Oktober in Düsseldorf präsentieren.

 

Beim Entleeren von Verpackungen wie Flaschen oder Becher bleiben bis zu 20 Prozent des Inhalts in den Packmitteln. Ein Projekt der Fraunhofer-Institute für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising und für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart, der Technischen Universität München und verschiedenen Industriepartnern soll diesem Problem ein Ende bereiten. Dazu bringen die Forscher dünne Schichten von maximal 20 Nanometern auf die Innenseite der Verpackung auf., an denen die Füllgüter weniger haften als am Verpackungsmaterial selbst. Eigenen Angaben zufolge arbeiten die Forscher vom IGB derzeit daran, die Schichten zu optimieren, beispielsweise soll die Haftfestigkeit verbessert werden. Die Schichten dürfen die Eigenschaften der Materialien nicht verändern. Diese müssen sich weiterhin industriell zu Flaschen, Tuben oder Standbodenbeuteln verarbeiten lassen. In zwei bis drei Jahren, so hofft die Wissenschaftler am IVV, werden dann auch Konsumenten von den neuen Verpackungen profitieren können.

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