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Ferrero, PTS und Stora Enso entwickeln Verpackungeskarton aus Abfallhaselnüssen und Kakaobohnen

Der italienische Süsswarenkonzern Ferrero und der schwedisch-finnische Verpackungskonzern Stora Enso haben zusammen mit der Papiertechnischen Stiftung PTS eine produktive Nutzung für die Haselnussschalen und Kakaobohnenschalen gefunden, die bei der Produktion von Süsswarenprodukte als Abfall entstehen. Sie haben das Material Ecopaper entwickelt. Dieses wird aus dem Abfallmaterial mit einem trockenen Mahlverfahren erzeugt und dann als mittlere Schicht in einen Triplex-Faltschachtelkarton integriert. Dort wirkt es als teilweiser Ersatz für Cellulose-Frischfasern. So werden die Abfälle zu Rohstoffen, was zu einer nachhaltigeren und billigeren Lösung führt.

Die Technologie wurde vom deutschen Forschungsinstitut PTS als Teil eines 1,2 Mio. Euro- Projektentwickelt, das eine Teilfinanzierung von der Europäischen Union erhielt.

Die Herstellungsverfahren wurden in Italien und Deutschland während der Laborphase des Programms im Jahr 2011 entwickelt. Die Ergebnisse wurden dannMitte 2012 auf eine Pilotanlage überführt. Nun soll die Produktion von Ecopaper auf industrielle Ebene skalieren werden.

Laut dem Koordinator von Ferrero für das Projekt hat Ferrero Zugang zu grossen Mengen an Nebenprodukten der Süsswarenerzeugung. Man habe realisiert, dass diese konstruktiv genutzt werden könnten. Die Anfangshürde habe darin bestanden, dass nicht bekannt war, wie die Abfälle vor der Anwendung zu verarbeiten sind. Aber diese Probleme seien durch eine Verfeinerung des Mahlvorgangsüberwunden worden.

Laut Miguel Sánchez, Werksleiter Stora Enso, experimentiere Stora Enso noch an der idealen Mischung zwischen Nussschale-Fasern und Pulpe, doch auch der mittlerweile erreichte Stand sei befriedigend. Die Haselnuss-Fasern würden nur in der mittleren Schicht eingesetzt und würden für Allergieger keine Probleme verursachen. Das hätten Tests gezeigt. "Wir machen auch Tests mit Kakao als Rohstoff für den Faserzellstoff, aber da sind wir noch in einem sehr frühen Stadium."

 

www.ferrero.com/

www.ptspaper.de/

 

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