Weltweites Digitalisierungspotenzial: Schweiz...

Weltweites Digitalisierungspotenzial: Schweiz rutscht von Platz 7 auf Rang 10 ab

Die USA, Dänemark und Deutschland belegen erneut die ersten drei Plätze im Euler Hermes Enabling Digitalization Index 2020 (EDI). Die Schweiz hat allerdings im Vergleich zu den Vorjahren an Boden verloren und ist von Platz sieben auf Platz zehn abgerutscht.

China ist auf Aufholjagd und springt von Platz 17 auf Rang vier. Der Index bewertet dabei nicht allein den Status Quo der Digitalisierung in 115 Ländern, sondern auch das Potenzial für eine Digitalisierung anhand von fünf Komponenten: Regulierung, Wissen, Konnektivität, Infrastruktur und Grösse. Der EDI misst also die Fähigkeit – und Agilität – von Ländern, digitalen Unternehmen zu helfen, zu florieren sowie traditionelle Unternehmen zu unterstützen, digitale Chancen zu nutzen.

„Die Digitalisierung wirkt – wenig überraschend – bei der Bewältigung der Corona-Krise als Puffer“, sagt Stefan Ruf, CEO von Euler Hermes Schweiz mit Sitz in Wallisellen. „Die Studie hat ergeben, dass die Spitzenreiter des ‚Enabling Digitalization Index‘ bisher wirtschaftlich besser durch die Corona-Krise gekommen sind als diejenigen Länder, die beim Potenzial für die Digitalisierung hinterherhinken.“

„Die Schweiz hat viel Potenzial – lässt aber weiterhin Teile davon ungenutzt“, sagt Ruf. „China hingegen hat anschaulich gezeigt, wie Potenziale äusserst effizient genutzt werden können: Das Land hat sich in den drei Jahren vor 2020 von Platz 17 auf Platz 4 katapultiert und sitzt vielen führenden Ländern bereits im Nacken. Auch wenn die Digitalisierung hierzulande durch die Corona-Krise einen Schub erhalten hat, müssen die Schweizer zusehen, dass sie nicht ins Hintertreffen geraten. Jetzt ist es an der Zeit, dafür die Weichen zu stellen – bei den Rahmenbedingungen ebenso wie bei Investitionen und der praktischen Umsetzung in den Unternehmen. Dies ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, gerade in der Krise.“

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