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Vetropack steigert Kapazitäten und Nettoerlöse im ersten Halbjahr 2021 deutlich

In Europa stieg im ersten Halbjahr 2021 die Nachfrage nach Glasverpackungen.

Die Konsumenten schätzten sehr, sich wieder ausser Haus zu treffen, sei es in Restaurants, Cafés, Bars oder Clubs. Aufgrund des Nachfrage-Booms mussten die wieder geöffneten Gastronomiebetriebe ihre Lager aufbauen. Die Vetropack-Gruppe reagierte sofort auf den Wiederaufschwung. Die hohe Lieferbereitschaft und die zusätzlichen Kapazitäten – insbesondere das im November 2020 gekaufte Glaswerk in Moldawien – waren dafür entscheidend.

Die Vetropack-Gruppe verkaufte im ersten Halbjahr 2,89 Mia. Stück Verpackungsglas, 23,0 Prozent mehr als im Vorjahr (2,35 Mia. Stück). Die konsolidierten Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 23,3 Prozent auf 399,2 Mio. CHF (Vorjahr: 323,8 Mio. CHF). Bereinigt um Wechselkurseffekte betrug diese Steigerung 21,6 Prozent. 7,1 Prozent der Erlössteigerung wurde durch das neue moldawische Vetropack-Glaswerk generiert. Da vor allem das Verkaufsvolumen der tiefpreisigeren Produkte wie Glasflaschen für Bier, Mineral- und Süssgetränke zunahm, fiel der Durchschnittspreis der verkauften Glasverpackungen.

Nach einem ersten Geschäftsquartal, das von Unsicherheiten geprägt war, erzielte Vetropack trotz steigender Produktionskosten ein konsolidiertes Halbjahres-Ebit von 46,6 Mio. CHF (Vorjahr: 40,9 Mio. CHF).

Der konsolidierte Semestergewinn erreichte 40,4 Mio. CHF. Im Vorjahr betrug der Semestergewinn 46,3 Mio. CHF, weil eine nichtbetriebsnotwendige Immobilie für 11,7 Mio. CHF verkauft wurde. Die Vetropack-Gruppe beschäftigte im Berichtszeitraum 3914 Mitarbeitende (Vorjahr: 3414), 479 davon arbeiten im Vetropack-Glaswerk in Moldawien.

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2021

Die Vetropack-Gruppe geht davon aus, dass sich das Konsumverhalten im zweiten Halbjahr nicht grundsätzlich verändern wird und plant deshalb die volle Auslastung der erweiterten Kapazitäten. Unter optimalen Bedingungen kann der Umsatz den Wert des ersten Halbjahrs erreichen und die Lager können zusätzlich leicht aufgebaut werden.

Von der bereits deutlich spürbaren globalen Teuerung der Betriebsmittel wie Energie, Rohstoffe, Verpackung und Transport ist auch die Vetropack-Gruppe betroffen. Die Inflation der Produktionskosten wird zu einer generellen Steigerung der Verkaufspreise führen. Wie diese notwendigen Preisanpassungen noch im zweiten Halbjahr umgesetzt werden können, ist jedoch noch offen. Das operative Ergebnis für das ganze Jahr 2021 wird deutlich höher als im Vorjahr ausfallen.

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