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Vetropack: Geschäftsjahr 2020 von der Corona-Krise gekennzeichnet

In einem herausfordernden Umfeld, das von der Corona-Krise gekennzeichnet war, erreichte die Vetropack-Gruppe mit Führungssitz in Bülach einen konsolidierten Nettoerlös von 662,6 Mio.

CHF (2019: 714,9 Mio. CHF). Das konsolidierte Ebit betrug 76,1 Mio. CHF (2019: 89,4 Mio. CHF) und der konsolidierte Jahresgewinn stieg um 12,2 Prozent auf 81,2 Mio. CHF (2019: 72,4 Mio. CHF). Im ersten Halbjahr 2020 verkaufte die Vetropack-Gruppe eine nichtbetriebsnotwendige Immobilie im Kanton Zürich. Der einmalige Verkaufserlös nach Steuern belief sich auf 9,1 Mio. CHF.

Die Vetropack-Gruppe führte ihre Expansionsstrategie fort und übernahm per 10. Dezember 2020 das moldawische Glaswerk Glass Container Company S.A. Mit dieser Akquisition wächst die Gruppe in einer Region, in der sie seit nahezu drei Jahrzehnten erfolgreich Glasverpackungen herstellt und verkauft. Die neue Tochtergesellschaft fügt sich nahtlos in die Vetropack-Märkte in Mittel- und Osteuropa ein. Die moldawische Tochtergesellschaft wurde erstmals ab 30. November 2020 vollkonsolidiert.

Die Vetropack-Gruppe setzte im Geschäftsjahr 2020 4,86 Mia. Stück (2019: 5,16 Mia. Stück) Verpackungsglas ab, 5,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Aufgrund der monatelangen Corona-bedingten Schliessung der Gastronomiebetriebe sank die Nachfrage nach Wein, Bier und insbesondere Süssgetränken, Mineralwasser und Fruchtsäften. Parallel dazu führte der Lockdown zu einer erhöhten Nachfrage von gefüllten Glaskonserven. Durch die von der Corona-Krise bewirkten Mixveränderungen waren vor allem tiefpreisigere Glasverpackungen von der Reduktion betroffen, somit stieg der Durchschnittspreis der abgesetzten Glasverpackungen.

Die Hauptinvestition im Jahr 2020 war der Neubau einer Schmelzwanne und der gesamten dazugehörigen Infrastruktur im kroatischen Werk. Im zweiten Semester wurden zudem CHF 42,8 Mio. für die Akquisition der neuen Tochtergesellschaft in Moldawien eingesetzt. Alle Investitionen konnten vollumfänglich aus eigenen Mitteln finanziert werden. Zum Ende des Berichtsjahrs beschäftigte die Vetropack-Gruppe 3882 Mitarbeitende (31. Dezember 2019: 3366 Mitarbeitende).

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021

Der Vetropack-Gruppe stehen im Geschäftsjahr 2021 die gesamten Kapazitäten zur Verfügung; es sind keine grösseren Revisionen an Schmelzwannen notwendig. Da der Trend «pro Glas» ungebrochen ist, geht Vetropack aus heutiger Sicht davon aus, dass die im Jahr 2021 verfügbaren Kapazitäten voll ausgelastet werden können.

2020 führten die Covid-bedingten Veränderungen zu höheren Lagern in der gesamten europäischen Behälterglasbranche. Zudem sanken die Rohmaterial-, Energie- und Transportkosten. Dies führte im Verlauf des Berichtsjahrs zu einem zunehmend kompetitiven Markt mit hohem Margendruck. Anfang 2021 stiegen die Energie- und Transportkosten überproportional, und es ist unsicher, ob diese Teuerungen kurzfristig vom Markt akzeptiert werden.

Das von Vetropack geplante neue Glaswerk in Boffalora sopra Ticino, Italien, bleibt auch 2021 das zentrale strategische Projekt der Gruppe. Der Spatenstich erfolgt im Laufe dieses Jahres.

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