Ukrainisches Werk von Vetropack durch militär...

Ukrainisches Werk von Vetropack durch militärische Aktion stark beschädigt

Der ukrainische Produktionsstandort der Vetropack Holding AG mit Führungssitz in Bülach ist durch militärische Aktionen stark beschädigt worden, berichtete das Unternehmen gestern Abend.

Das genaue Ausmass der Beschädigung des Werks in Gostomel ist nicht bekannt. Es gab keine verletzten Mitarbeitenden. Vetropack hatte bereits am 24. Februar 2022 aus Sicherheitsgründen begonnen, die Produktion im ukrainischen Werk – der PrJSC Vetropack Gostomel bei Kiew – geordnet herunterzufahren. Alle Mitarbeitenden sind vorübergehend bei vollem Gehalt von der Arbeit freigestellt.

„Wir sind froh, dass wir uns rechtzeitig zur Aussetzung unserer Produktion entschieden haben. Dadurch konnten wir verhindern, dass es bei diesem Vorfall zu Opfern unter unseren Kolleginnen und Kollegen gekommen ist“, erklärt Johann Reiter, CEO der Vetropack Holding. „Die Situation vor Ort ist schwierig und durch mögliche weitere Militäraktionen auch gefährlich“, so Reiter. „Es kann deshalb noch lange dauern, bis wir uns ein genaueres Bild von der Lage am Standort gemacht haben. Sicher ist schon jetzt, dass Teile der Produktion schwer beschädigt wurden. Eine zeitnahe Wiederaufnahme der Produktion ist nicht mehr möglich.“

In der Ukraine produziert Vetropack mit drei Schmelzwannen und acht Produktionslinien unterschiedliche Glasverpackungen. Der Standort in Gostomel ist eines von neun europäischen Produktionswerken der Vetropack-Gruppe. Dort wird bereits seit 1912 Glas gefertigt. 2006 übernahm die Vetropack-Gruppe den Standort. Im Jahre 2021 trug Vetropack Gostomel mit rund 10 Prozent zum Umsatz und Ebitda der Vetropack Gruppe bei.

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