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Swissmechanic Wirtschaftsbarometer: KMU-MEM brauchen einen langen Atem

Das Swissmechanic Wirtschaftsbarometer vom Februar 2021 zeigt, dass die Situation der KMU in der MEM-Branche nach wie vor schwierig ist.

Der Auftragsmangel bleibt mit Abstand die grösste Herausforderung. Die Unternehmen brauchen einen langen Atem und sind weiterhin auf die Unterstützung von Bund und Kantonen angewiesen. Die Corona-Rezession hat inzwischen historische Ausmasse angenommen. Das zeigt die im Januar bei rund 300 Swissmechanic Mitgliedsunternehmen durchgeführte Befragung.

Zum sechsten Mal in Folge und damit bereits seit 1,5 Jahren liegt der quartalsweise erhobene Geschäftsklima-Index für die KMU-MEM im Minus. Auf der Angebotsseite leidet die MEM-Branche in der zweiten Welle stärker unter dem Ausfall von Mitarbeitern (29 Prozent) als in der ersten (25 Prozent der Unternehmen). Dies erstaunt nicht, weil die Fallzahlen jene des Frühjahres 2020 um ein Mehrfaches übersteigen. Die Kapazitätsauslastung bleibt tief, obschon sie seit dem letzten Quartal leicht zugenommen hat.

Rund zwei von drei Betrieben haben Kurzarbeit angemeldet. Die MEM-Unternehmen erwarten, dass die effektive Kurzarbeit im ersten Quartal 2021 auf 26 Prozent steigen wird. 62 Prozent haben einen Einstellungsstopp verhängt. Jedes vierte KMU plant Entlassungen. «Diese Zahlen zeigen, dass unsere Mitgliedsunternehmen schwierige und harte Entscheidungen treffen müssen, um in dieser Krise überleben zu können», sagt Swissmechanic Direktor Jürg Marti. Für eine Entwarnung sei es leider noch zu früh. «Die MEM-Branche ist noch keineswegs über dem Berg, die KMU-MEM müssen durchhalten und brauchen einen langen Atem.»

Ausblick

Noch befindet sich die MEM-Branche mitten in der Krise und die Unsicherheit bleibt gross. Der Krisenverlauf ist schwierig zu prognostizieren. BAK Economics geht allerdings davon aus, dass die Schweiz und die wichtigsten Absatzmärkte die Situation durch Impfungen im Sommer zunehmend in den Griff bekommen. «Mit der abnehmenden Unsicherheit und der globalen konjunkturellen Erholung erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte auch wieder spürbare Impulse für die Nachfrage nach Produkten der Schweizer MEM-Industrie», sagt Michael Grass von BAK Economics.

 

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