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Studie: Schweizer Familienunternehmen wachsen und differenzieren sich durch Werte

Den Schweizer Familienunternehmen geht es trotz turbulenter Zeiten gut.

2018 konnten 65 % der Schweizer Familienunternehmen ein Wachstum ausweisen, ein Fünftel davon im zweistelligen Bereich. Damit liegen die Schweizer Unternehmen leicht unter dem globalen Durchschnitt (69 %). 80 % erwarten, sich in den nächsten zwei Jahren kontinuierlich so weiterzuentwickeln, weit mehr als 2016 während der Währungskrise. In der neunten Ausgabe der «Global Family Business»-Studie von Pricewaterhouse Coopers mit CH-Sitz in Zürich wurden 2953 Familienunternehmern aus 53 Ländern befragt, darunter 108 in der Schweiz.

Als wichtigste unmittelbare Herausforderungen nennen 70 % der Familienunternehmen weltweit die Innovationskraft. Obschon die Mehrheit der befragten Unternehmen die Digitalisierung als Chance wahrnimmt, ist die Anzahl der Schweizer Familienunternehmen, die sich durch die Digitalisierung verletzbar fühlt, gegenüber 2016 von 19 % auf 33 % gestiegen. Die Themen künstliche Intelligenz, Robotik und Cybersecurity empfindet die Gesamtheit der Befragten als besonders anspruchsvoll. Mitbewerber aus asiatischen Wirtschaftsregionen entwickeln sich rasend schnell. Darüber hinaus bringen sie Substitutionsprodukte oder billige Kopien auf den Markt und profitieren von günstigen Produktionskapazitäten.

Die meisten Schweizer Familienunternehmen digitalisieren an der Schnittstelle zum Kunden. Über die Hälfte (54 %) plant, ihre digitalen Kapazitäten auszubauen, während die restlichen 46 % wenig bis keinen Handlungsbedarf sehen. Im globalen Vergleich (20 %) planen nur wenige Schweizer Firmen (6 %), auch ihr Geschäftsmodell anzupassen.

Die Rekrutierung ist für Familienunternehmen global eine der wichtigsten Aufgaben für die nächsten zwei Jahre und für 91 % ein massgebliches Investitionsziel. Auch 60 % der Schweizer Unternehmen sehen im Zugang zu qualifizierten Fachkräften eine Schlüsselherausforderung. Sie sind oft ländlich gelegen und haben finanziell nicht immer die gleichen Möglichkeiten wie internationale und in Städten domizilierte Konzerne. Im Kampf um Talente setzen sie auf eindeutig definierte Unternehmenswerte: 97 % der Unternehmen sind davon überzeugt, dass Werte entscheidend zur Mitarbeiterbindung beitragen. 90 % glauben, dadurch attraktiver für potenzielle Mitarbeitende zu sein.

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