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Stora Enso prüft Einstieg in die Produktion von erneuerbarem Verpackungskarton

Stora Enso mit Hauptsitz in FIN-Helsinki will künftig durch Expansion in der Produktion von erneuerbarem Verpackungskarton wachsen.

Dazu beginnt Stora Enso mit einer Machbarkeitsstudie über die mögliche Umrüstung einer stillgelegten Papiermaschine am Standort Oulu in Finnland für eine grossvolumige Konsumenten-Kartonanlage. Bei erfolgreichem Abschluss der Machbarkeitsstudie könnte bis Ende 2022 eine Investitionsentscheidung getroffen werden, so dass die Anlage 2025 in Betrieb gehen könnte.

Die potenzielle Investition in Oulu würde auf qualitativ hochwertige und kohlenstoffarme Verpackungssegmente für gefrorene und gekühlte Lebensmittel und Getränke sowie für Non-Food-Anwendungen wie Pharmazeutika und Kosmetika abzielen. In der Durchführbarkeitsstudie wird auch untersucht, wie die Umstellung zu den wissenschaftlich fundierten Zielen von Stora Enso hinsichtlich der betrieblichen CO2-Emissionen beitragen könnte.

Bei vollem Hochlauf würde der potenzielle Umsatzeinfluss der Umstellung allmählich ein jährliches Niveau von 800 Mio. Euro erreichen. Die Investitionsausgaben werden für den Zeitraum 2023 bis 2026 auf 900 bis 1000 Mio. Euro geschätzt. Die Investitionen würden den Umbau der ehemaligen Papiermaschine und der Folienanlage umfassen. Sie würden auch Investitionen in die Holzverarbeitung, die Anlage für gebleichten chemisch-thermomechanischen Zellstoff (BCTMP), den Biomassekessel und die Abwasserreinigungsanlage umfassen.

Der Anstieg des Zellstoffholzverbrauchs in Oulu würde sich auf etwa eine Million Kubikmeter belaufen, wobei die nach der Schliessung des Standorts Veitsiluoto freiwerdenden Mengen genutzt würden. Durch die Investition würden schätzungsweise 150 bis 200 neue Mitarbeitende benötigt, einschliesslich Logistik und Wartung. Die Investition würde auch den chemischen Zellstoff für den Eigenbedarf nutzen, was zu einer Nettoverringerung des gesamten Zellstoffbedarfs von Stora Enso um etwa 300.000 Tonnen führen würde. Die geplante Jahreskapazität der umgebauten Maschine liegt bei 750.000 Tonnen Faltschachtelkarton (FBB), gestrichener ungebleichter Kraftkarton (CUK) und Liner-Sorten.

Der finnische Forstindustriekonzern Stora Enso mit Hauptsitz in Helsinki betreut den Schweizer Markt bei Verpackungskarton von Düsseldorf in Deutschland aus.

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