SIG ist gut gerüstet - trotz Knappheit einige...

SIG ist gut gerüstet - trotz Knappheit einiger Rohstoffen

José Matthijsse, President & General Manager Europe bei der SIG Combibloc AG mit Hauptsitz in Neuhausen am Rheinfall SH nimmt auf Anfrage von PACK aktuell Stellung zur Situation auf den weltweiten Rohstoffmärkten und in der Logistik.

„Wir verfolgen die Strategie, unsere Rohstoffe lokal in den Regionen zu beschaffen, in denen wir tätig sind. Ausserdem verfügen wir über Flexibilität beim Wechsel zwischen den Lieferanten. Zu Beginn der Pandemie haben wir aufgrund des Bedarfs an Desinfektionsmitteln zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie eine Verknappung des Ethanol-Angebots erlebt. Aber unsere Einkaufsabteilung arbeitet stets hart daran, dass unser Bedarf gedeckt wird. Derzeit ist Ethanol, das wir für den Druckprozess in unseren Packstoffwerken benötigen, wieder uneingeschränkt verfügbar.

Im Allgemeinen sehen wir reduzierte Seefrachtkapazitäten, aber wir arbeiten eng mit unseren Carriern und Materiallieferanten zusammen, um die von uns benötigten Lieferungen und Transporte zu sichern und einige Routen auf den Zug umzustellen, wo es angebracht und möglich ist. Um negative Auswirkungen durch Ausfälle von Schiffsverbindungen zu vermeiden, versuchen wir, so früh wie möglich im Voraus zu buchen, um unsere benötigten Frachtplätze auf den Schiffen zu sichern.

Grundsätzlich haben wir für alle von uns benötigten Hauptrohstoffe Verträge abgeschlossen. In der aktuellen Situation, in der einige Rohstoffe tatsächlich ziemlich knapp sind, erfüllen unsere Lieferanten weiterhin ihre vertraglichen Verpflichtungen, was uns eine viel bessere Versorgungssicherheit bietet, als wenn wir auf dem Spotmarkt kaufen würden. Was die steigenden Rohstoffpreise angeht, so ist auch unser Geschäft davon betroffen.

Aufgrund der Tatsache, dass viele Konsumenten online einkaufen, erleben wir derzeit zudem eine Knappheit an Umkartons. Jedoch haben wir auch in diesem Bereich Verträge und unsere Lieferanten erfüllen weiterhin ihre vertraglichen Verpflichtungen.

In vielen Ländern wurden Lebensmittel- und Getränkehersteller als essenziell eingestuft, was bedeutet, dass während des Pandemie-Lockdowns ein erheblicher Teil der Produzenten und Hersteller den Betrieb normal aufrechterhalten konnte und sogar die Produktion steigern musste. Als wichtiger Zulieferer für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie hat SIG dafür gesorgt, dass die Lieferkette weiterläuft. Es war uns möglich, auf die sich ständig ändernden Umstände flexibel zu reagieren.“ 

Ein Exklusiv-Interview mit der seit Februar 2021 amtierenden SIG-Präsidentin José Matthijsse lesen Sie hier in der neuen Ausgabe von PACK aktuell Nr. 4-2021, die heute am 16. April erscheint.

Link zum E-Papier der gesamten Ausgabe:

  

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