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Schweizer Aluminiumindustrie 2021 wieder in den schwarzen Zahlen – Volle Auftragsbücher im laufenden Jahr

Im zurückliegenden Jahr erwirtschaftete die Schweizer Aluminiumindustrie, die rund 8000 Arbeitsplätze umfasst, gesamthaft ein Absatzplus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Statistisch in Zahlen betrachtet, konnten die Schweizer Walz- und Presswerke ihre abgelieferten Tonnagen von 189.200 Tonnen im 2020 auf 214.700 Tonnen im zurückliegenden Jahr steigern.

Mit dem konjunkturellen Aufschwung entwickelten sich die Aufträge aus allen Anwendermärkten für die aluminiumverarbeitenden Schweizer Unternehmen im 2021 positiv. Das geringe Rohstoff- und Materialangebot auf dem Weltmarkt sowie die gestiegenen Energiepreise führten zwangsläufig zu massiv höheren Herstellungskosten. Dennoch blieb die Nachfrage beispielsweise auch aus dem boomenden Baubereich gleichbleibend ungebrochen gross. Die sprunghaft nach oben kletternden Metallpreise und Lieferunterbrüche veranlassten im vergangenen Jahr einige Kunden teilweise sogar zu regelrechten Panikkäufen, um die eigenen Reserven zeitnah aufzustocken.

Mit gut gefüllten Lagerbeständen erwies sich die Schweizer Aluminiumindustrie schliesslich als wirtschaftspolitisch stabiler und sicherer Hafen, auch in der Rohstoffkrise im vergangenen Herbst. Die starke globale Verknappung sorgte für Rekordpreise und enorme Störungen in den Lieferketten, u.a. beim Metall und Legierungselement Magnesium. Doch nahm China als weltweiter Hauptlieferant von Magnesium seine Produktion schneller als erwartet wieder auf.

Volle Auftragsbücher auch im laufenden Jahr

Konstant werden hohe Investitionen in neue Fertigungsanlagen getätigt und komplexe, nachhaltige Aluminiumteile an den Schweizer Standorten entwickelt und produziert. Für hohe Auslastungen sorgen nach wie vor das Bauwesen sowie Industrie und Verpackung. Auch in Bereichen des Transportwesen verhält sich die Nachfrage anhaltend hoch. Hier sind insbesondere in der Schweiz entwickelte und gefertigte Leichtbauteile aus Aluminium gefragt, die für einen geringen CO2-Austoss sorgen und zum Beispiel auch in der Elektromobilität zum Einsatz kommen. Wie eine Umfrage unter den Vorstandsmitgliedern des alu.ch ergab, entwickelt sich der Geschäftsverlauf im 2022 bislang stabil positiv. Die Auftragsbücher seien eigentlich gut gefüllt. Im Ergebnis werde allerdings auf gutem Niveau mit einem leichten Rückgang gerechnet.

Ein Kostensturm zieht auf

Die Folgen der Sanktionen auf die volatilen Energie- und Metallpreise sind zudem nicht absehbar. Es ziehe ein Kostensturm auf, so Verbandspräsident Roland Hörzer, der auch die Schweizer Aluminiumindustrie vor noch grössere unternehmerische Herausforderungen stelle. «Unsere Mitgliedsunternehmen nehmen ihre Verantwortung im volkswirtschaftlichen Kontext in dieser neuen Zeit sehr ernst, um faire und wirtschaftlich verträgliche Lösungen angesichts der Preiserhöhungen zu finden», hält Verbandsgeschäftsführer Menet dazu fest. Eine Abhängigkeit von Aluminiumlieferungen aus Russland besteht mit einem Anteil von weniger als 2 Prozent übrigens nicht.

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