Österreichische Wellkarton-Industrie: Stabil ...

Österreichische Wellkarton-Industrie: Stabil in der Krise, Erlöse leicht sinkend

Die österreichische Wellkarton-Industrie hat im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 520,6 Millionen Quadratmeter Wellpappe abgesetzt.

Das ist ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Der Umsatz lag bei 276,7 Millionen Euro, das ist ein Minus von 6,3 Prozent.

Über zwei Drittel aller in Österreich hergestellten Waren werden in Wellkarton verpackt. „Während des Corona-Lockdown waren unsere Mitgliedsunternehmen mit kurzfristigen Auftragsspitzen konfrontiert, vor allem im Lebensmittel- und im Online-Handel“, berichtet Stephan Kaar, Sprecher des Forum Wellpappe Austria. „Trotz strengster Hygiene- und Sicherheitsauflagen konnte die heimische Wellkarton-Industrie den erhöhten Bedarf sehr gut bewältigen.“ Einbrüche hingegen verzeichnete die Wellkarton-Branche in der Industriegüter-Produktion, etwa bei den Automobilzulieferern.

Für das zweite Halbjahr zeigt sich Kaar vorsichtig optimistisch: „Wellpappe-Verpackungen tragen massgeblich dazu bei, dass die Lieferketten funktionieren. Und auch Pläne der Unternehmen in Richtung Nachhaltigkeit sind durch die Corona-Krise nicht obsolet geworden.“

Die Wellkarton-Industrie in Österreich beschäftigt rund 1900 Mitarbeitende und bildet pro Jahr rund 80 Lehrlinge in verschiedenen Lehrberufen aus. Die Berufsfelder haben technische, kreative oder betriebswirtschaftliche Schwerpunkte. Das Forum Wellpappe Austria ist das Sprachrohr der österreichischen Wellpappe-Industrie mit den Mitgliedsfirmen DS Smith Packaging Austria GmbH, Dunapack Mosburger GmbH, Mondi Grünburg GmbH, Rondo Ganahl Aktiengesellschaft, Smurfit Kappa Interwell GmbH & Co. KG und Steirerpack GmbH.

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