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Deutscher Industrieverband Papier- und Folienverpackung IPV

Neuer Vorstand hat Arbeit aufgenommen

Der deutsche Industrieverband Papier- und Folienverpackung (IPV) hat einen neuen Vorstand. Die Nachfolge von Klaus Jahn als Vorstandssprecher hat Jens Vonderheid angetreten. Er ist Geschäftsführer der Hera Papierverarbeitung GmbH & Co. KG in D-Schotten.

Als Schatzmeister wurde Thomas Walcha, Geschäftsführer von Heinrich Ludwig Verpackungsmittel GmbH in D-Siebenlehn, wiedergewählt. Er gehört dem Vorstand bereit seit einiger Zeit an. Die Zukunft des Verbandes wird zudem in den Händen von Carsten Gütt (Duni Group), Mike Hartung (Graf Verpackungen) sowie Harald Schäfer als Mitglieder des Vorstandes gelegt. Jens Vonderheid war lange in der Führungsebene bei Hera beschäftigt, bevor er 2018 alleiniger Eigentümer des Unternehmens wurde.

EU-Verpackungsverordnung wirft Schatten voraus

Die bürokratischen und juristischen Aufgaben, die vor dem neuen Vorstand liegen, sind gewaltig. Aus diesem Grund investiert der IPV auch in die Geschäftsstelle in Frankfurt. Für 2023 gibt es Planungen das Team von Geschäftsführer Karsten Hunger entsprechend zu vergrössern. „Es werden vor allem bürokratische Aufgaben sein, die es in den nächsten Jahren zu lösen gilt, bspw. der Umgang mit der Novelle der EU-Verpackungsverordnung“, erklärt Hunger. Die Verordnung, bisher eine Richtlinie, wird voraussichtlich unter anderem erweiterte Mehrwegquoten, Mindestrecyclateinsatzquoten für Kunststoff sowie Vorgaben zum Design for Recycling beinhalten. Dies alles muss in Einklang mit dem deutschen Verpackungsgesetz gebracht werden und soll vermutlich bis zur Europawahl 2024 verabschiedet sein. Grosse Herausforderungen bei wenig verbleibender Zeit also, welches die Sorge der Unternehmen vor ähnlichen handwerklichen Fehlern bei der Gesetzgebung wie bei der Einwegkunststoffrichtlinie (SUPD) aus dem Jahr 2021 nährt.

Littering-Fonds und weitere „Lenkungselemente“ stören Tagesgeschäft

Die EU-Verpackungsverordnung ist aber bei weitem nicht die einzige Baustelle: der überarbeitete Mindeststandard für die Bemessung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen, die Veröffentlichung der Druckfarbenverordnung und der „ewige“ Kampf um die Mineralölverordnung beschäftigen den Verband und seine Mitglieder abseits des Tagesgeschäfts weiterhin stark. Dazu kommt die Einführung des Littering-Fonds und die schwebenden Planungen einer Plastik- oder Verpackungssteuer. „Wenn wir uns immer nur mit Regulierungsvorgaben beschäftigen müssen, ist die Gefahr gross, dass zu wenig Zeit für echte operative und technische Aufgaben bleibt“, stellt Vonderheid abschliessend warnend fest.

Dieser Text erschien zuerst auf www.packreport.de.

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