Fuji Seal erneut mit Umsatzplus - Tochter Pag...

Fuji Seal erneut mit Umsatzplus - Tochter Pago bleibt in den roten Zahlen – Stellenabbau in Deutschland angekündigt

Fuji Seal International Inc.

, international tätiger Hersteller von Sleeves, Etiketten und Applikationsmaschinen mit Hauptsitz in Japan, verzeichnete im Geschäftsjahr 2016/17 (1. April 2016 bis 31. März 2017) einen Nettoumsatz von 141.997 Millionen Yen oder 1,273 Mrd. Franken. In Landwährung stieg der Umsatz um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr zuvor hatte das Umsatzplus 5,7 Prozent betragen.

Bei der Tochterfirma Pago war allerdings keine Ergebnisverbesserung zu registrieren. Sowohl Umsatz als auch Ertrag gingen erneut zurück. Die Firma, die Selbstklebeetiketten und Etikettiertechnik herstellt und deren Hauptsitz in der Schweiz in Grabs ist, war am 1. Juli 2012 von Fuji Seal übernommen worden.

Bei Pago verringerte sich der Verkauf von Selbstklebeetiketten um 24 Prozent (um 15,1 Prozent in lokaler Währung) auf 11,947 Mio. Yen oder 107,1 Mio. Franken (Stichtag für Umrechnung 31.3.2017). An der Ertragsfront war ein operativer Verlust von 1.346 Mio. Yen (rund 12 mio. Franken) zur verzeichnen, im Vorjahr hatte der operative Verlust bei 933 Millionen Yen (7 Mio. Franken) gelegen. Als Grund für den Umsatzrückgang nennt Fuji Seal die Auswirkungen der Überprüfung unrentabler Produkte. Der operative Verlust sei vor allem aufgrund der Auswirkungen des Rückgangs beim Nettoumsatz entstanden. Auch für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 erwartet Fuji Seal einen weiteren Umsatzrückgang bei Pago von 12,1 Prozent.

Verschärfte Rationalisierungsmassnahmen bei Pago

Gegen diese unbefriedigende Situation bei Pago will Fuji Sie jetzt energischer angehen, wie dem Flash-Report zum Geschäftsjahr 2016/2017 zu entnehmen ist. Danach hat die Gesellschaft an einer Sitzung des Verwaltungsrates am 2. Mai 2017 beschlossen, im laufenden Geschäftsjahr eine Rationalisierung bei der Pago Etikettiersysteme GmbH durchzuführen, dem deutschen Werk der Pago Gruppe. Ziel der Massnahmen ist eine Verbesserung der Profitabilität.

Wie Fuji Seal weiter schreibt, führt das Unternehmen bereits seit 2015 einen Wiederbelebungsplan zur Verbesserung der Profitabilität bei Pago durch. Jetzt seien aber noch drastischere Rationalisierungen nötig, weil sich deutliche Veränderungen im externen Wettbewerbsumfeld ergeben hätten, wie z. B. Reorganisation der Mitbewerber. Als eine dieser Massnahme wird unter anderem ein weiterer Stellenabbau um 100 Personen angekündigt.

Durch den Personalabbau und die anderen Rationalisierungsschritte erwartet Fuji Seal Aufwendungen in Höhe von rund 2,0 Mrd. Yen, die das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr als ausserordentlichen Verlust in den konsolidierten operativen Ergebnissen verbuchen will.

Gesamtkonzern gut unterwegs

Die gesamte Fuji Seal International präsentiert sich dagegen erfolgreicher. Im Geschäftsjahr, das am 31. März 2017 endete, betrug der Nettoumsatz 141.977 Mio. Yen, das sind gegenüber Vorjahr plus 2,5 Prozent. Das Betriebsergebnis belief sich auf 9,763 Mio. Yen (plus 11 Prozent) und das ordentliche Einkommen betrug 9,993 Millionen Yen (plus 19 Prozent). Allerdings verzeichnete die Gesellschaft ausserordentliche Verluste aus der Auflösung des Rentenversicherungssystems und der Veräusserung von Sachanlagen sowie Wertminderungsaufwendungen bei einer konsolidierten Tochtergesellschaft. Infolgedessen verzeichnete die Gesellschaft einen Nettogewinn, der den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, in Höhe von 5,659 Mio. Yen (plus 35,1 Prozent)

(Umrechnungskurs am 31.3.2016: 10000 Yen / 89,62 Franken)

www.pago.com

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