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Forscher der ETH Zürich zerlegen Kunststoff erstmals in seine Einzelteile

Forscher der ETH Zürich haben einen Kunststoff in seine molekularen Bausteine zerlegt und über 90 Prozent dieser Bausteine zurückgewonnen.

Der "Rückbau" der Polymerketten zur Nutzung der Monomere ist ein erster Schritt hin zur echten Wiederverwertung von Kunststoffen. Details wurden im "Journal of the American Chemical Society" publiziert. Die Forscher haben Polymere erzeugt, die sich gut in ihre Bausteine zerlegen lassen, sodass diese vollumfänglich wiederverwertet werden können. Darin zeigen Materialwissenschaftlerin Athina Anastasaki und ihre Mitarbeitenden auf, dass sie bestimmte Polymere in ihre Grundbausteine, die Monomere, zerlegen und diese für weitere Anwendungen wiederverwerten können. Bei den abgebauten Polymeren handelt es sich um Polymethacrylate, die mittels einer bestimmten Polymerisationstechnik (RAFT) erzeugt wurden.

Diese verhältnismässig junge Methode, für die sich mittlerweile auch die Industrie interessiert, erzeugt Polymerketten von einheitlicher Länge. Die ETH-Zürich-Forscher haben bis zu 92 Prozent der Bausteine der Polymethacrylate zurückgewonnen, und zwar ohne einen Katalysator beizufügen, welcher die Reaktion ermöglichen oder beschleunigen würde. Aus den zurückgewonnenen Bausteinen lassen sich das gleiche Polymer oder ein völlig anderes Produkt, ein unlösliches Hydrogel, das ebenfalls in seine Monomere zerlegbar ist, herstellen.

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