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Fehlende Schnittstellen behindern die Digitalisierung in der Druckindustrie: Unternehmen trauen ihren eigenen Daten nicht

Die Hamburger Unternehmensberater Apenberg & Partner haben 55 Unternehmen aus der Druck- und Verpackungsindustrie zum Stand der „Digitalen Transformation“ befragt.

Die teilnehmenden Geschäftsführer und Bereichsleiter kamen aus den Geschäftsbereichen Akzidenzdruck, Digitaldruck und Faltschachteldruck. Mit einem Jahresumsatz von 1,9 Mrd. Euro bildeten die Teilnehmer einen guten Querschnitt der Industrie ab. 96 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie kontinuierlich an der Optimierung ihrer Unternehmensprozesse arbeiten.

Umso erstaunlicher ist die Erkenntnis, dass 76 Prozent der Befragten ihren eigenen Daten nicht trauen. Fehlendes Vertrauen in die Datengrundlage ihrer Produktions- und Kostenauswertungen wurde am häufigsten genannt. Diese Erkenntnis steht im direkten Zusammenhang mit der ungenügenden Zufriedenheitsquote bei den eingesetzten ERP/MIS-Systemen. 80 Prozent gaben hier an, dass ihre Software keine vollumfängliche Lösung darstellt, um alle Prozesse zu digitalisieren. 38 Prozent vermissen insbesondere flexible Schnittstellen zu den anderen Systemen.

Für die Produktionsplanung gaben 31 Prozent der Befragten an, ihre Aufträge nicht digital verfolgen zu können. Eine überwiegende Mehrheit von 69 Prozent konnten jedoch bestätigen, dass sie zu jederzeit wussten, welche Aufträge sich gerade an welcher Kostenstelle befanden. Bei der Verfolgung prozesstechnischer Fehler ist dringend ein Umdenken erforderlich, denn deren konsequente Aufarbeitung ist in der Branche nicht weit verbreitet. Lediglich 22 Prozent der Unternehmen gehen jedem erkannten Fehler auf den Grund. 

Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass die Druckbranche in Sachen „Digitale Transformation“ noch einen weiten Weg vor sich hat.

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