Ecopaper: Bundesverwaltung soll Papierverbrau...

Ecopaper: Bundesverwaltung soll Papierverbrauch ökologisieren

Mitte Oktober publizierte der Bund den neusten Bericht über das Ressourcen- und Umweltmanagementsystem (Rumba) im Jahr 2020.

Zwar senkte die Corona-Krise die Umweltbelastung in absoluten Zahlen stark: So wurde deutlich weniger geflogen und die Büros mussten wegen Homeoffice weniger geheizt werden. Entsprechend sank die Umweltbelastung in diesen Kategorien. Dennoch ist es erstaunlich, dass mit 36 Prozent über ein Drittel der Umweltbelastung der Bundesverwaltung auf den Papierkonsum entfiel. Dazu gehören Kopierpapier, Kuverts, Hygienepapier, Papierhandtücher und alle externen Druckaufträge wie Abstimmungsbüchlein, Informationsflyer und Plakate zur Covid-19-Pandemie, Publikationen und Jahresberichte. 

Analysiert man die Zahlen im Detail, wird klar, warum Papier einen dermassen hohen Anteil an der Umweltbelastung der Bundesbehörden einnimmt: Nur 16 Prozent des Papierverbrauchs entfällt auf Recyclingpapier. Dabei streicht der Rumba-Bericht selbst hervor, dass «Frischfaserpapier im Vergleich zu Recyclingpapier eine rund drei Mal höhere Umweltbelastung verursacht».

Der Verein Ecopaper, der sich seit über 30 Jahren gegen Papierverschwendung und für einen höheren Einsatz von Recyclingpapier einsetzt, fordert die Bundesverwaltung auf, den Papierverbrauch wo möglich zu senken und für den Rest konsequent auf Recyclingpapier zu setzen. Ecopaper hat im Sommer den Ratgeber «Recyclingpapier: Wald und Klima schützen» publiziert, der zeigt, wie das Umstellen auf Recyclingpapier geht und welche ökologischen und sozialen Vorteile der Schritt hat. Die Broschüre ist in allen drei Landessprachen erhältlich.

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