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Covid-19-Krise und Massnahmenpaket belastet Jahresabschluss der Heidelberger Druckmaschinen

Der Geschäftsverlauf der Heidelberger Druckmaschinen AG mit Sitz in D-Heidelberg wurde in einem herausfordernden Geschäftsjahr 2019/20 (1.

April 2019 bis 31. März 2020) durch das sich durch die Covid-19-Krise zunehmend verschlechternde konjunkturelle Umfeld belastet. So lag der Konzernumsatz auf Basis vorläufiger, noch nicht testierter Zahlen mit 2349 Mio. Euro rund 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die konjunkturbedingte Investitionszurückhaltung vor allem in Europa beeinträchtigte das Geschäft. Im vierten Quartal verschlechterten sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen durch die Covid-19-Krise unvorhergesehen nochmals erheblich, was sich deutlich im Umsatz niederschlug, der mit 659 Mio. Euro signifikant unter dem Vorjahresquartal lag (797 Mio. Euro).

Das vorläufige operative Ergebnis (Ebitda) ohne Restrukturierungsergebnis lag im Gesamtjahr bei 102 Mio. Euro, nach 180 Mio. Euro im Vorjahr. Darüber hinaus belasteten insbesondere die im Geschäftsjahr 2019/20 gebuchten Einmalaufwendungen für die Neuausrichtung des Unternehmens (275 Mio. Euro) das Ergebnis des Geschäftsjahres 2019/20 planmässig. So lag das vorläufige Ergebnis nach Steuern bei –343 Mio. Euro (Vorjahr: 21 Mio. Euro).

Um den sich im Jahresverlauf verschlechternden Rahmenbedingungen entgegenzutreten und die finanzielle Stabilität zu erhöhen, hatte Heidelberg bereits Mitte März 2020 ein umfassendes Massnahmenpaket verabschiedet. Es umfasst zum einen die Erhöhung der Liquidität und eine signifikante Verringerung der Nettoverschuldung durch die nahezu vollständige Rückübertragung von rund 380 Mio. Euro aus dem Treuhandvermögen des im Jahr 2005 gegründeten Heidelberg Pension-Trust e.V. Die Nettoverschuldung konnte damit per Ende März 2020 auf 43 Mio. Euro deutlich gesenkt werden (Vorjahr: 250 Mio. Euro). Zum anderen werden durch die Fokussierung auf das profitable Kerngeschäft – inklusive der Beendigung der Produktion von Primefire- und Grossformatdruckmaschinen – sowie dem geplanten Personallabbau die Produktions- und Strukturkosten gesenkt, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern.

Die Gesellschaft wird ihre Jahresabschlüsse und den Geschäftsbericht für 2019/20 am 9. Juni 2020 veröffentlichen.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist in der Schweiz mit der Heidelberg Schweiz AG in Bern und der Gallus Group mit Sitz in St. Gallen vertreten.

www.gallus-group.com

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