Corona treibt Automatisierung weiter voran

Corona treibt Automatisierung weiter voran

Fast drei von vier Unternehmen stemmen sich mit Automatisierungstechnologien wie Intelligent Automation, maschinelles Lernen und Sprachverarbeitung gegen die Folgen der Corona-Einschränkungen.

Das ist das Ergebnis einer neuen Umfrage des Consulters Deloitte unter 441 Führungskräften aus 29 Ländern. Zum Vergleich: Im Vorjahr nutzte das noch weniger als die Hälfte der Betriebe (48 Prozent).

Auch die breitere Verwendung neuer Technologien innerhalb der Unternehmen ist weiter vorangeschritten. Immerhin 13 Prozent der Führungskräfte geben mittlerweile an, dass in ihrem Unternehmen über 50 entsprechende Lösungen implementiert wurden. 2018 waren es nur vier Prozent. "Die Anzahl der Unternehmen, die Automatisierung in grossem Massstab einsetzen, hat sich innerhalb von zwei Jahren verdreifacht. In der Krise haben automatisierte Prozesse vielen Unternehmen ermöglicht, ihre Effektivität und Produktivität zu erhöhen", so Bernhard Göbl, Director bei Deloitte Österreich.

Global gesehen hat die Automatisierung durch Covid-19 an Relevanz gewonnen. Dabei erhöht der Einsatz von Automatisierungstechnologien nicht nur die Produktivität, sondern rechnet sich auch finanziell: Die Kostenreduktion durch Intelligent Automation beträgt im Schnitt 24 Prozent, das zusätzlich erreichte Umsatzwachstum rund neun Prozent. Der Return on Investment wird durchschnittlich in weniger als elf Monaten erzielt, heisst es in der Studie des Consulting-Unternehmens.

Weitere Ergebnisse: Die derzeit mit Abstand beliebteste Automatisierungstechnologie ist die Prozessautomatisierung. 78 Prozent der Führungskräfte haben diese Technologie bereits implementiert, weitere 16 Prozent planen deren Einsatz in den nächsten drei Jahren. Bis 2023 sollte die Technologie dementsprechend bei über neun von zehn befragten Unternehmen im Einsatz sein.

stats