Constantia Flexibles sagt Börsengang wegen zu...

Constantia Flexibles sagt Börsengang wegen zu geringen Interesses kurzfristig ab

Die Constantia Flexibles AG mit Sitz in Wien, weltweit tätiger Hersteller für flexible Verpackungsprodukte, hat ihren für vorgestern vorgesehenen Börsengang in letzter Sekunde abgesagt. Grund dafür ist, dass "nach einer umfangreichen Vermarktung bei Investoren entschieden wurde, dass kein zufriedenstellender Abschluss der Transaktion, einschliesslich der Entwicklung am Sekundärmarkt, gewährleistet werden konnte." Im Klartext heisst dies, dass der von den Investoren gebotene Preis für die Aktien den derzeitigen Besitzern zu gering war. Im Rahmen des ursprünglich angestrebten IPOs sollten neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung und bestehende Aktien aus dem Bestand des Mehrheitseigentümers One Equity Partners verkauft werden.

 

Die österreichische Tageszeitung "Die Presse" schrieb: "Schon in den vergangenen Tagen rumorte es in Finanzkreisen, dass die Aktien eher am unteren Ende der von 19,50 bis 25,50 Euro reichenden Preisspanne zugeteilt würden. Von dem Emissionserlös, der demnach maximal 821 Mio. Euro hätte bringen können, sollten nur 100 Mio. Euro ins Unternehmen fliessen. Den Rest hätte die zu JP Morgan gehörende OEP erhalten. Der Interessenverband für Anleger (IVA) hatte schon Mitte November vor den "recht ambitionierten" Preisvorstellungen gewarnt. IVA-Präsident Wilhelm Rasinger sprach von einer realistischeren Preisspanne von zehn bis 15 Euro. Ausserdem kritisierte Rasinger die geplante drastische Anhebung der Aufsichtsratsvergütung von 0,3 auf 1,5 Mio. Euro jährlich. Möglich ist, dass die OEP nun im Zuge des geplanten Ausstiegsszenarios auf die Suche nach strategischen bzw. Finanzinvestoren geht."

 

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