Chemisches Recycling als Ergänzung zum Schwei...

Chemisches Recycling als Ergänzung zum Schweizer PET-Getrankeflaschen-Kreislauf

Im Schweizer PET-Getrankeflaschen-Kreislauf werden Flaschen wieder zu Flaschen.

Doch was passiert mit anderen Produkten Kleidungsstücke oder Stoffe, die ganz oder zum Teil aus PET bestehen? Die Walliser Depoly SA mit Sitz in Sion hat mit einem chemischen Recycling-Verfahren die Losung gefunden und macht so aus bestehendem wieder neues PET.

Samantha Anderson, Christopher Ireland und Bardiya Valizadeh haben das Start-up-Unternehmen Depoly gegründet, um PET auch aus Siedlungsabfällen zurückzugewinnen. Mit dem Verfahren der Depoly SA werden Lösungsmittel eingesetzt, welche die chemischen Verbindungen in PET-Artikeln aufbrechen, sodass Ethylenglykol und Terephthalsäure entstehen, die sich anschliessend zur Herstellung von Kunststoffen derselben Art wie der des Ausgangsstoffes einsetzen lassen.

Dies wird auf einer Demonstrationsanlage bei der lokalen Abfallentsorgungsanlage UTO in Uvrier VS umgesetzt. Hier werden die Rohstoffe für PET gewonnen, die an die Hersteller von PET-Harz verkauft werden. So lässt sich aus gebrauchtem Abfallmaterial wieder hochwertiges, sauberes PET herstellen. Dank dieser optimierten Recyclingtechnologie könnten zusätzlich zum schweizerischen PET-Recycling-System weitere PET-Artikeltypen rezykliert werden, was die Wiederverwertungsquote in der Schweiz erhöhe.

Derzeit bezieht Depoly seine Ausgangsstoffe von lokalen und internationalen Unternehmen, die ihre komplexen Produkte selbst nicht rezyklieren können. Gemäss Unternehmenszahlen lassen sich mit diesem Verfahren rund 2900 Liter Erdöl pro produzierter Tonne PET einsparen. Der Energiebedarf ist um zwei Drittel geringer als bei der Neuherstellung von PET.

(Basisinformationen für diesen Beitrag entnommen aus PET flash Nr. 77 des Verein PRS PET-Recycling Schweiz mit Sitz in Zürich)

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