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Nachrichten | 29.08.2019

Zwei Schweizer Sieger beim Deutschen Verpackungspreis 2019

Die Sieger beim Deutschen Verpackungspreis 2019 stehen fest. In diesem Jahr wurden 34 Deutsche Verpackungspreise von einer unabhängigen Jury aus Fachverbänden, Unternehmen, Handel und Forschungseinreichungen vergeben. Unter den ausgezeichneten Innovationen finden sich Lösungen aus Wellpappe, Karton und Holz, Kunststoff, Glas und Metall, für Lebensmittel, Getränke, Kosmetik, Medizin, Industriegüter, Logistik und FMCG. Es gab Gewinner in den Kategorien Nachhaltigkeit, Verpackungsmaschinen, Warenpräsentation, Neue Materialien, Logistik und Materialfluss, Wirtschaftlichkeit, Gestaltung und Veredelung, Funktionalität und Convenience sowie im Nachwuchsbereich. 

Sieger in der "Kategorie Funktionalität + Convenience" wurde die Hoffmann Neopac AG mit Hauptsitz in Thun für die „Stylo Tube mit Spatel Applikator für Canesten Fusspilz Creme von Bayer Consumer Health“. Der neuartige Tuben-Applikator aus TPE (thermoplastiches Elastomer) ist speziell für ein berührungsloses Auftragen von viskosen Produkten entwickelt worden. In diesem Anwendungsfall der Firma Bayer handelt es sich um Arzneimittel zur Behandlung von Fusspilz.

In der Vergangenheit wurde dieses Produkt in einer Tube mit Schraubverschluss verwendet und der Patient hatte lediglich die Möglichkeit, das Arzneimittel mit den Fingern aufzutragen. Durch die Verwendung der neuen Tube mit einem Applikator aus weichem TPE-Material wird dies nun umgangen und die Anwendung stark verbessert. Der Anwender muss nach dem Abziehen der Schutzkappe lediglich den Verschlussring aufdrehen und mit leichtem Druck auf die Tube die entsprechende Menge Creme auf das Applikatorteil spenden. 

Durch die hohe Flexibilität des TPEs ist es leicht möglich, die Creme auch berührungslos und präzise auf schwer zugängliche Stellen zwischen den Zehen aufzutragen. Weiterhin wurde ein spezielles Wellenprofil auf der Rückseite des Applikators aufgebracht, mit dem eventuell auch auftretender Juckreiz während der Anwendung gelindert werden kann. 

Sieger in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ wurde die Bachmann Forming AG mit Sitz in Hochdorf LU für die Thermogeformte Verpackung „Netpac“. Ziel dieser Entwicklung war mit reduziertem Ressourceneinsatz eine weiterhin hohe Funktionalität der Verpackungen zu erreichen. Das Ziel wird in diesem Beitrag durch die Reduktion der Folie auf eine 3D-Netzstruktur erreicht und damit eine Materialeinsparung von bis zu 50 Prozent erzielt.

Die 3D Formstabilität überzeugt auch bei reduziertem Materialeinsatz und die nicht dichte Oberfläche liefert, bspw. bei Frischeprodukten, eine hilfreiche Funktionalität das keine Staunässe in der Verpackung auftritt und die Schalen beim Konsumenten auch gleich als Tropfsieb verwendet werden. Darüber hinaus biete die Netzstruktur der Verpackungen eine hervorragende Polstereigenschaft die Anwendungsbereiche auch über den Foodbereich hinausgehend möglich machen. 50 Prozent Materialeinsparung, Monomaterial und Recyclingfähigkeit mit einer neuen Materialform und Formungstechnologie und einem breiten Anwendungsbereich über verschiedenste Produkt- und Industriebereiche waren die Punkte welche die Jury überzeugten. 

Preisverleihung und Gold-Awards

Das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) lädt als Ausrichter des Verpackungspreises zur Feier und Preisverleihung am 24. September 2019 um 16 Uhr in den Saal München im NCC Mitte der Nürnbergmesse im Rahmen der Fachpack nach Nürnberg ein. „Wir stellen die Gewinner vor und überreichen Trophäe und Urkunde. Ausserdem lüften wir das Geheimnis, wer den begehrten Verpackungspreis in Gold gewinnt“, kündigt Dr. Bettina Horenburg, Vorstandsmitglied und Gesamtverantwortliche für den Deutschen Verpackungspreis beim Deutschen Verpackungsinstitut e. V. (dvi), an. Mit dem Gold-Award zeichnet die Jury siegreiche Innovationen aus, die auf besonders einzigartige und nachdrückliche Weise wichtige Antworten finden oder neue Wege beschreiten.

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