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Nachrichten | 12.12.2019

WWF Statusbericht: Papier und Pappe auf dem Index

Die Papier-, Zellstoff- und Verpackungsindustrie kommt ihrer Verantwortung für eine möglichst nachhaltige Produktion noch nicht ausreichend nach. Das geht aus dem „Environmental Paper Company Index“ (EPCI) hervor, den der WWF Ende November veröffentlicht hat. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges Instrument, mit dem die teilnehmenden Branchenmitglieder darüber Auskunft geben, wie sie den Fussabdruck ihrer ökologisch sensiblen Produkte reduzieren. Dabei betrachtet der Index die Leistungen der Unternehmen in den Bereichen verantwortungsvolle Beschaffung, saubere Produktion, Umweltmanagementsystem (EMS) und Transparenz.

„Bereits heute werden etwa 40 Prozent des industriell geernteten Holzes von der Papierindustrie verbraucht“, sagt Johannes Zahnen, Experte für Holz und Papier beim WWF Deutschland. „Bis 2050 wird sich der weltweite Papierverbrauch voraussichtlich verdoppeln. Allein diese beiden Zahlen machen deutlich, dass wir auf ein massives Problem zusteuern, wenn die Branche nicht mehr Verantwortung übernimmt. Die Unternehmen müssen die vielfältigen Umweltauswirkungen der Papierherstellung dringend senken.“

Insgesamt haben sich 27 von über 80 eingeladenen Unternehmen der Branche mit 275 Fabriken am EPCI beteiligt, davon 15 aus Europa. Die weiteren Teilnehmer stammen aus Asien sowie Nord- und Südamerika mit jeweils vier Branchenvertretern. Trotz der überschaubaren Anzahl vereinen die Unternehmen auf sich einen erheblichen Anteil der weltweiten Gesamtproduktion in ihren Bereichen, darunter Zeitungsdruckpapier (13%), grafisches Papier (16%), Tissue (15%), Verpackung (9%) und Zellstoff (10%). Im Ergebnis zeigt der EPCI, dass die teilnehmenden Unternehmen 76% der maximalen Punkte für eine verantwortungsvolle Faserbeschaffung, 70% für eine saubere Produktion und 64% für Umweltmanagementsysteme (EMS) und Transparenz in der Berichterstattung erhalten. Der Durchschnittswert von 70% ist etwas geringer als in der Vorjahreserhebung (73%). Zu den wichtigsten Trends zählt laut WWF der generelle Rückgang der Fasern aus FSC-zertifizierter Produktion und die Zunahme von recycelten Materialien für alle Produktkategorien mit Ausnahme von Verpackungen.

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