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Logistiknews | 17.02.2020

Walter Mittelholzer wird postum als 13. Mitglied in die «Swiss Supply Chain Hall of Fame» aufgenommen

Walter Mittelholzer gilt als «Der Schweizer Flugpionier», war u.a. Fotograf und Reiseschriftsteller sowie Dozent für Flugwissenschaften an der Hochschule Zürich. Im April 1919 gründete Mittelholzer als Fünfundzwanzigjähriger gemeinsam mit seinem ehemaligen Fluglehrer Alfred Comte die erste schweizerische Fluggesellschaft «Aero-Gesellschaft Comte, Mittelholzer & Co., Luftverlagsanstalt und Passagierflüge», aus der 1920 zusammen mit anderen Unternehmen die "Ad Astra Aero" entstand, deren Fotoabteilung er übernahm. Seit 1931 war er Direktor und Chefpilot der aus der "Ad Astra Aero" und der "Balair" hervorgegangenen "Swissair". Sein grösstes fliegerisches Unternehmen war 1926/27 der Afrikaflug Zürich-Kapstadt mit einer Dornier-Merkur-Maschine. 1930 überflog er als Erster den 6000 Meter hohen Kilimandscharo in Afrika.

Der Anfang der zivilen Luftfahrt in der Schweiz begann kurz nach dem Krieg, denn die Ausgangslage war gut: Zahlreiche Flugzeuge waren vorhanden, die nicht mehr militärisch genutzt wurden und nun auf eine andere Verwendung warteten. Eine neue Industrie konnte sich damit entwickeln. In den 1920er-Jahren waren Luftpostsendungen und auch Luftbildfotografien die wichtigsten Einnahmequellen. Der Alpenflug am 21. Juli 1921 war der erste wirkliche Passagierflug mit fünf Passagieren in der Junkers F-13, damals noch ohne Passagierraum und Bestuhlung. Die Verkehrsflugzeuge mussten erst noch „erfunden“ werden; ab Mitte der 1930er-Jahren etablierte sich dann die DC-3 der amerikanischen Douglas.

1931 entstand aus einer Fusion verschiedener Fluggesellschaften die Swissair – dem Inbegriff der damaligen Schweizer Zivilluftfahrt. Walter Mittelholzer war der erste Kapitän der Swissair und galt gleichzeitig als ihr Aushängeschild. Er war stets mehr als das Gesicht der Schweizer Luftfahrt, als der Kapitän in der flotten Uniform. Er war immer auch der fotografierende Pilot, der fliegende Fotograf, der Abenteurer, dem «das Vaterland irgendwann zu klein wurde», wie der Schweizer Ballonpionier Auguste Piccard es ausdrückte. Als erster Mensch flog Mittelholzer 1923 zum Nordkap und nach Spitzbergen. 1927 brach er mit einem Wasserflugzeug nach Kapstadt auf, womit Afrika zum ersten Mal von Norden nach Süden mit einem Flugzeug durchquert wurde. Drei Jahre später, 1930, überflog er als Erster den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo.

Die Stiftung Logistik Schweiz zeichnet seit 2015 an der „Swiss Supply Chain Hall of Fame“ (vormals „Logistics Hall of Fame Switzerland“) hervorragende Persönlichkeiten aus, welche für Versorgungs-, Supply Chain-, Logistik- und Verkehrs-Themen in der Schweiz Überdurchschnittliches geleistet und erreicht haben. Die Ruhmeshalle ist virtuell online abrufbar über www.shof.ch. Die bisher aufgenommenen Mitglieder sind Alfred Escher (1819-1882) - Hansheinrich Zweifel - Alfred Waldis (1919-2013) - Hans Bertschi (1929-2016) und Rolf Bertschi - Hans-Rudolf Haldimann (1919-1998) - alt Bundesrat Adolf Ogi - Louis Danzas (1788-1862) und Emile Jules Danzas (1836-1917) - Helene und Peter Galliker - Gottlieb Duttweiler (1888-1962).

Die Würdigung und Aufnahme von Walter Mittelholzer findet im feierlichen Rahmen am 27. Mai 2020 im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern statt. Die Bekanntgabe des vierzehnten Mitgliedes bleibt bis zum 27. Mai 2020 geheim und dessen Aufnahme in die Swiss Supply Chain Hall of Fame findet direkt nach der Würdigung von Walter Mittelholzer statt. Die Benefizgala ist öffentlich und kostenpflichtig. Die Partner und Gäste unterstützen mit ihrer Eventteilnahme die gemeinnützigen Projekte der Stiftung Logistik Schweiz. 2020 wird der Gewinn zu Gunsten der neuen Logistikausstellung «Logistik erleben!» ausgeschüttet. Sie findet ab dem 10. April 2020 im Verkehrshaus der Schweiz statt.

www.stiftunglogistik.ch

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