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Nachrichten | 08.01.2019

Styropor: Industrie wehrt sich gegen Nicht-recyclingfähig-Stempel

Das innerhalb der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) mit Sitz in D-Bad Homburg organisierte Forum für EPS Recycling EPSY und die Fachgruppe airpop stellen klar: airpop ist recyclingfähig und wird erfolgreich recycelt. Die Recyclingquote für airpop-Verpackungen liegt in Deutschland bei etwa 50 Prozent (Conversio Studie 2017) – im europäischen Vergleich ein beispielhaftes Ergebnis, das sukzessive weiter ausgebaut wird. Für die kleinen bisher noch nicht recycelten Mengen aus dem Gelben Sack arbeitet die Industrie Hand in Hand mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette an Lösungen. airpop ist von der Zentralen Stelle Verpackungsregister zum 1. Januar 2019 als nicht-recyclingfähig eingestuft worden.

airpop, das bereits während seiner ersten Nutzungsphase durch spezifische Schutz- und Isolierfunktionen in Sachen Nachhaltigkeit überzeugt, wird auch an seinem Lebensende dem Recyclingkreislauf als Sekundär-Rohstoff zugeführt. Für Verunsicherung sorgt jedoch die Ende November 2018 von der Zentralen Stelle Verpackungsregister veröffentlichte „Orientierungshilfe zur Bemessung der Recyclingfähigkeit von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen“. Hier wird airpop, in Fachkreisen unter dem Namen expandierte Polystyrol (EPS) bekannt, von den sogenannten Gutmaterialien ausgeschlossen und gilt damit nach Definition als nicht recyclingfähig.

„Die Einstufung von airpop als nicht-recyclingfähig basiert auf rein ökonomischen Entscheidungen seitens der Sortierer“, betont Mara Hancker, Leiterin Public Relations bei der IK und Ansprechpartnerin für die Fachgruppe airpop. „Zum einen sind die Mengen im Gelben Sack vergleichsweise gering und zum anderen erzielt das Material ausgezeichnete Werte in der energetischen Verwertung. Mit der tatsächlichen physikalischen Recyclingfähigkeit des Materials hat diese Einstufung nichts zu tun.“

Die Einstufung als nicht-recyclingfähig bedeutet in der Praxis eine Abwertung des Verpackungsmaterials. „Mit der aus unserer Sicht nicht gerechtfertigten Stigmatisierung wird das Material trotz ökologischer Vorteile gegenüber anderen Materialien schlechter gestellt“, so Hancker. Die Einstufung wirkt verunsichernd auf die massgeblichen Industrien. „Eine Substitution durch ökologisch nachteiligere Materialien ist dabei nicht im Sinne der Umwelt und auch nicht im Sinne des Verpackungsgesetzes.“

Dass ein Recycling des Verpackungsmaterials problemlos funktioniert, beweist die gewerbliche Sammlung bereits heute. Rund 80 Prozent der im Markt befindlichen airpop-Menge gehen gar nicht aus den Privathaushalten in den Gelben Sack. Der Grossteil wird bei den Herstellern in den Haupteinsatzgebieten Weisse Ware sowie Möbel gesammelt und an spezialisierte Recycler weitergegeben. Die Recyclingquote von airpop liegt in Deutschland insgesamt bei 50 Prozent – im europäischen Vergleich ein hoher Wert. Gebrauchte airpop-Verpackungen werden nach der Aufbereitung des Materials zu neuen airpop-Anwendungen.

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