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Nachrichten | 09.10.2020

Schweizer Unternehmen blicken mit Sorge in die Zukunft

Führt uns Covid-19 in der Schweiz in eine Rezession? 70 Prozent der im Rahmen des „European Payment Reports 2020“ der Intrum AG mit Sitz in Schwerzenbach ZH befragten Schweizer Unternehmen meinen: ja. 80 Prozent von ihnen akzeptieren daher auch längere Zahlungsfristen als die von ihnen Gewünschten, weil sie die Kundenbeziehung nicht gefährden möchten, und weil Zahlungsausfälle massive Auswirkungen auf die Unternehmen haben. Liquiditätsengpässe, Existenzbedrohung oder Reduktion vom Personal gaben sie als mögliche Folgen an. Daher setzen Schweizer Unternehmen noch mehr als ihre europäischen Pendants auf Prävention und versuchen so, Zahlungsverzögerungen zu vermeiden. Die Coronakrise hat zudem noch weitere Konsequenzen: Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen rechnen damit, dass die Schweiz in fünf Jahren bargeldlos sein wird.

8 von 10 Schweizer Unternehmen sagen, dass sie längere Zahlungsfristen akzeptieren, um ihre Kundenbeziehungen nicht zu gefährden. Das sind 11 Prozent mehr als im europäischen Durchschnitt. Dabei erachten drei Viertel der Unternehmen pünktliche Zahlungen als entscheidenden Faktor für die Bildung und den Erhalt von Vertrauen von Partner und Lieferanten. Doch was haben längere Zahlungsfristen für Konsequenzen? Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (KMU: 54%, grosse Unternehmen: 51%) befürchten Liquiditätsengpässe, die für knapp die Hälfte der KMU (45%) existenzbedrohend sind. Als Folge wird von 44 Prozent der KMU sowie von 49 Prozent der Grossunternehmen weniger Personal angestellt.

Was wäre, wenn dies nicht so wäre? Wenn die Rechnungen der Unternehmen rascher bezahlt würden? 67 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen gaben an, dass ihnen dies Spielraum für die Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsangebotes geben würde, und dass sie Innovation mittels einer digitalen Strategie vorantreiben würden (66%). 59 Prozent würden weitere Mitarbeitende anstellen sowie ihr Marktgebiet geografisch erweitern (64%). Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt liegt die Schweiz bei allen Werten höher: Daher investieren Schweizer Unternehmen auch stärker in präventive Massnahmen als ihre europäischen Pendants, so dass Zahlungsausfälle gar nicht erst entstehen. 

Befinden wir uns aktuell bereits in einer Rezession? Von den befragten Schweizer Unternehmen gaben 92 Prozent an, dass sich unser Land bereits in einer Rezession befindet oder eine solche innerhalb der nächsten zwei Jahre erwartet wird. Dies sind pessimistische Aussichten, die zur Vorsicht mahnen. 34 Prozent der KMU sowie 30 Prozent der Grossunternehmen wollen daher besonders risikobehaftete Geschäftsbereiche ermitteln und sich weniger verschulden (34%). Zudem reduzieren speziell Grossunternehmen ihre Kosten: 39 Prozent gaben an, dass sie kostensenkende Massnahmen planen.

Die Studie basiert auf einer vom 14. Februar 2020 bis 14. Mai 2020 durchgeführten Umfrage bei 9980 Unternehmen in 29 europäischen Ländern. In der Schweiz wurden 250 Unternehmen befragt. Der European Payment Report 2020 sowie der Länderreport Schweiz 2020 stehen als Download kostenlos zur Verfügung.

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