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Nachrichten | 24.11.2021

Schweizer MEM-Industrie: Starke Nachfrage – erhöhte Unsicherheit

Die grosse Mehrheit der Unternehmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) profitierte in den ersten neun Monaten von der starken Erholung der Weltkonjunktur. So stiegen die Auftragseingänge gegenüber der Vorjahresperiode um 30,6 Prozent, die Umsätze um 10,5 Prozent und die Exporte um 14,9 Prozent. Die Aussichten für die kommenden zwölf Monate schätzen die Unternehmen der Branche weiterhin grundsätzlich positiv ein. Risiken zeigen sich allerdings in den steigenden Rohstoff- und Energiepreisen, bei Lieferengpässen, den Wechselkursen und der weiterhin hohen Gefahr von Handelskonflikten. Ungewiss bleibt zudem die Entwicklung der Corona-Krise. Diese Faktoren schwächen die Gewinnmargen und damit die Möglichkeit, in Innovation und Digitalisierung zu investieren. Im schlimmsten Fall könnten sie den Aufschwung gefährden.

Die allgemein positive Geschäftsentwicklung wirkte sich auch auf die Kapazitätsauslastung in den Betrieben aus. Sie betrug im dritten Quartal 2021 87,2 Prozent, womit sie das langjährige Mittel von 86,1 Prozent übertraf. Gemäss der jüngsten KOF-Umfrage stieg sie im Oktober 2021 auf 89,8 Prozent an. Die Güterexporte der MEM-Industrie stiegen gemäss den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung in den ersten neun Monaten 2021 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 14,9 Prozent. Sie erreichten einen Warenwert von 50,5 Milliarden Franken. Alle wichtigen Absatzmärkte entwickelten sich positiv. Die Exporte in die EU stiegen um 19,3 Prozent, in die USA um 11,8 Prozent und nach Asien um 8,9 Prozent. Über die ersten neun Monate betrachtet erhöhten sich die Ausfuhren im Maschinenbau um 10,4 Prozent.

Ausblick

Gemäss der jüngsten Swissmem-Umfrage rechnet die Hälfte (49%) in den kommenden zwölf Monaten mit gleichbleibenden Auftragseingängen aus dem Ausland. Weitere 36 Prozent rechnen gar mit weiterhin steigenden Bestellungen. Lediglich 15 Prozent gehen von sinkenden Aufträgen aus. Allerdings drückt die jüngste, rasche Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro auf die ohnehin schon tiefen Margen. Dasselbe gilt für die Preissteigerungen bei den Rohstoffen und der Energie, sofern diese nicht an die Kunden weitergegeben werden können.

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