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Nachrichten | 11.02.2019

Recyclingquote für PET-Einwegflaschen erreicht in Deutschland mehr als 97 Prozent

Das am 1. Januar 2019 in Deutschland in Kraft getretene Verpackungsgesetz stellt höhere Anforderungen an das Recycling und soll die nachhaltige Kreislaufwirtschaft stärken. Das Recycling von PET-Flaschen in Deutschland bewegt sich bereits auf einem hohen Niveau: Mehr als 93 Prozent aller PET-Flaschen finden nach dem Gebrauch ein neues Einsatzfeld. Im bepfandeten Einweggetränkesegment liegt die Recyclingquote sogar bei 97,3 Prozent. Das ist das Ergebnis der aktualisierten Studie „Aufkommen und Verwertung von PET-Getränkeflaschen in Deutschland“ der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) im Auftrag des Forum PET. Insbesondere in der Erhöhung des Anteils an recyceltem PET-Material und dem damit verbundenen Ausbau des Flasche-zu-Flasche-Recyclings sehen die Verantwortlichen Potenzial.

Um die auf EU-Ebene geforderte Quote von 90 Prozent für die getrennte Sammlung von Kunststoffflaschen zu erreichen, diskutieren aktuell europäische Länder wie Frankreich erst über die Einführung eines Pfandsystems. „Das deutsche Kreislaufsystem übertrifft diese Quote im Bereich PET-Flaschen dank des Pfandsystems bereits heute deutlich“, sagt Dr. Isabell Schmidt, Geschäftsführerin bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen.

Das Recyclingmaterial findet dabei in unterschiedlichen Bereichen Anwendung. Der wichtigste davon ist bereits heute das Flasche-zu-Flasche-Recycling. Knapp ein Drittel (32,6 Prozent) des recycelten PET-Materials wird zur Herstellung neuer PET-Flaschen verwendet. Zu knapp 30 Prozent gehen die gebrauchten Getränkeverpackungen in die Folienindustrie, die diese zum Beispiel zu Schalenverpackungen für Lebensmittel verarbeitet. Mehr als 20 Prozent finden Verwendung in der Textilfaserindustrie. Das übrige Material kommt in weiteren Bereichen zum Einsatz.

Im Zuge der Diskussion um die Einfuhrbeschränkungen von Kunststoffabfällen nach China untersuchte die GVM-Studie erstmals explizit PET-Exporte in das asiatische Land. Die Studie belegt, dass bereits vor dem Einfuhrstopp lediglich rund drei Prozent gebrauchte PET-Flaschen nach China exportiert wurden. Dass in der öffentlichen Diskussion über den Importstopp Chinas häufig Bilder von PET-Flaschen gezeigt wurden, sei deshalb eine Täuschung, so Schmidt. „Tatsächlich hat China früher einmal in grösserem Umfang gebrauchte PET-Flaschen importiert, um sie dort zu Polyestergarnen für die Textilindustrie zu verarbeiten. Deutsche Recycler haben seit vielen Jahren hierzulande aber ausreichende Recyclingkapazitäten aufgebaut, denn der Wertstoff ist auch bei der hiesigen Industrie sehr gefragt.“

Die neue GVM-Studie bezieht sich auf die Daten aus 2017. Darin untersucht wurden alle relevanten Getränkesegmente im bepfandeten und unbepfandeten Getränkebereich. Nicht in der Betrachtung waren die mengenmässig unbedeutenden PET-Getränkeverpackungen für Milch-, Milchmix- und milchbasierte Getränke.

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