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Nachrichten | 14.05.2020

Öbu Positionspapier: Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung nach der Covid-19-Krise

Die Debatte in der Corona-Session hat gezeigt, dass derzeit wirtschaftliche Aspekte bei der Krisenbewältigung im Fokus stehen. Die Bewältigung der Covid-19-Krise soll das Engagement gegen den Klimawandel und für eine nachhaltige Entwicklung aber nicht in den Hintergrund drängen. Das fordern die Wirtschaftsverbände Öbu und Swisscleantech in einem Positionspapier.

Die Covid-19-Pandemie verlangt, dass sich Volkswirtschaften besser gegen Krisen wappnen und widerstandsfähiger werden. Das gleiche trifft auf die sich anbahnenden globalen Krisen durch den Verlust an Biodiversität und den Klimawandel zu. Klimataugliches Wirtschaften und nachhaltige Entwicklung werden zur Notwendigkeit.

Die Krise wird politische Akteure dazu bewegen, Konjunkturprogramme zu verlangen. Öbu und Swisscleantech beurteilen Programme, die öffentliche Investitionen und den Konsum steigern, eher skeptisch. Beide Wirtschaftsverbände befürworten es stattdessen, wenn Massnahmen verstärkt werden, die eine zukunftsfähige Wirtschaft fördern. Dadurch wird auch die Wirtschaft stimuliert:

  • Stärkung der Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Lieferketten. Lokal verfügbare Produkte und Rohstoffe mit kürzeren Lieferketten steigern die Resilienz des Wirtschaftssystems und reduzieren Abhängigkeiten. Dies fördert die lokale und regionale Wirtschaft, reduziert den CO2-Ausstoss und den gesamten Rohstoffverbrauch.
  • Förderung der erneuerbaren Energien und der Effizienz stärkt lokale Resilienz. Zwar ist die Schweiz bei der Stromversorgung kurzfristig weitgehend autonom, doch die gesamte Energieversorgung basiert nach wie vor zu mehr als zwei Dritteln auf fossilen Brenn- und Treibstoffen, bei denen die Schweiz zu 100% von Importen abhängt. Wichtig sind neue Produktionsanlagen, eigene Speicherkapazitäten, verlässliche Partnerschaften und Gebäudesanierungen.
  • Verhinderung unwirtschaftlicher Investitionen («stranded assets»). Alle Konjunkturmassnahmen sollten darauf geprüft werden, ob sie die Anforderungen an eine klimaneutrale nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 und des Pariser Klimaabkommens erfüllen. Im Rahmen der Wirtschaftshilfe dürfen keine Infrastrukturen geschaffen werden, welche die Abhängigkeit zukünftiger Generationen von fossilen Brenn- und Treibstoffen verstärken.
  • Geeignete Massnahmen für einen zukunftsorientierten Strukturwandel. Bund, Kantone und private Unternehmen fördern bereits heute mit Blick auf ihre Nachhaltigkeits- und Klimaziele diesen Strukturwandel. Massnahmen, um die Konjunktur zu stabilisieren, sollten mit diesen Strukturreformen verknüpft werden.

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