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Nachrichten | 13.03.2019

MEM-Industrie: Erfreuliches Geschäftsjahr 2018 – unsicherer Ausblick

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie blickt laut eigenen Angaben auf ein sehr gutes Geschäftsjahr zurück. Auftragseingänge, Umsätze und Exporte nahmen teils kräftig zu. Auch die Margen haben sich weiter erholt. Allerdings schwächte sich die Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr deutlich ab. In den nächsten Monaten ist eine Seitwärtsbewegung deshalb die wahrscheinlichste Geschäftsentwicklung. Mit den ausbleibenden Wachstumsimpulsen gewinnt laut Swissmem der Abschluss neuer Freihandelsabkommen an Dringlichkeit.

Im vergangenen Jahr nahmen die Auftragseingänge in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) im Vergleich zu 2017 um +6,5 Prozent zu. Auch die Umsätze stiegen im Vergleich zu Vorjahr um +11,4 Prozent kräftig an. Grossfirmen und KMU profitierten gleichermassen von höheren Aufträgen und Umsätzen. Der gute Geschäftsgang wirkte sich auf die Kapazitätsauslastung in den Betrieben aus. Diese bewegte sich über das gesamte Jahr hinweg mit durchschnittlich 91,3 Prozent deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 86,4 Prozent. Ebenfalls erfreulich entwickelte sich die Beschäftigungslage. Die Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schweizer MEM-Industrie erhöhte sich in den ersten neun Monaten des letzten Jahres um 7800 Stellen auf 320.400 Arbeitsplätze.

Im Weiteren hat sich auch die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. In der Umfrage zum Geschäftsjahr 2018 meldeten 13 Prozent (2017: 14%) der Unternehmen einen Verlust auf Stufe Ebit. Eine zwar positive aber letztlich unbefriedigende Marge von null bis fünf Prozent gaben 24 Prozent (2017: 26%) der Firmen an. Immerhin 44 Prozent (2017: 40%) der Betriebe erzielten eine gute Marge von über acht Prozent. Unter dem Strich konnte die MEM-Industrie die nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses erlittenen Margenverluste noch nicht wettmachen.

Der gute Geschäftsgang widerspiegelt sich in den Exporten der MEM-Industrie. Diese wuchsen 2018 um +4,4 Prozent und erreichten einen Wert von 69,7 Milliarden Franken. Insbesondere die Ausfuhren in die USA stiegen kräftig an (+9,5%). Auch jene in die EU nahmen zu (+5,4%). Einzig die Exporte nach Asien reduzierten sich um -2,1 Prozent, wofür vor allem die schwierige Geschäftssituation im Mittleren Osten verantwortlich ist. Die insgesamt positive Exportentwicklung erfasste alle wichtigen Warengruppen. Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Ausfuhren der Präzisionsinstrumente um +7,4 Prozent, der Metalle um +5,5 Prozent, der Elektrotechnik/Elektronik um +4,6 Prozent und jene im Maschinenbau um +4,5 Prozent.

Die Unternehmer der MEM-Industrie zeigen sich aktuell nicht mehr so optimistisch wie noch vor einem Jahr. Damals erwarteten 53 Prozent der Unternehmer höhere Aufträge. Dieser Wert hat sich innert Jahresfrist um 21 Prozentpunkte auf 32 Prozent reduziert. Gemäss der jüngsten Swissmem-Befragung geht eine relative Mehrheit von 45 Prozent für das Jahr 2019 von gleichbleibenden Aufträgen aus dem Ausland aus. Mit sinkenden Bestellungen rechnen 23 Prozent der Unternehmen.

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