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Nachrichten | 29.05.2020

Massiver Einbruch des Aussenhandels Deutschland-Schweiz in der Corona-Krise

Der Lockdown der Wirtschaft hat wie erwartet zu dramatischen Einbrüchen im Aussenhandel der Schweiz mit Deutschland geführt. Gemäss den Zahlen der Eidgenössischen Oberzolldirektion für den April 2020 gingen die Exporte nach Deutschland insgesamt um -19,5 Prozent und die Importe aus Deutschland um -25,4 Prozent gegenüber dem April des Vorjahres zurück.

Deutschland ist der wichtigste Aussenhandelspartner der Schweiz. Die Wirtschaft beider Länder ist mit Exportquoten von über 50 Prozent gleichermassen aussenhandelsorientiert und stark vom Verlauf der Weltkonjunktur abhängig. Die Lieferbeziehungen sind ausgesprochen eng. So zeigt sich der Einbruch des Handelsvolumens besonders bei den Investitionsgütern mit einem Minus von 28 Prozent und den Zulieferprodukten, Rohstoffen und Halbfabrikanten mit einem Minus von über 20 Prozent.

Alle Warenarten im Güteraustausch waren von dem Einbruch betroffen. So lag das Minus in der Maschinen-, Anlagen- und Elektronikbranche bei den Exporten nach Deutschland bei -24,9 % und den Importen bei -27,5 %, in der Metallbranche bei den Exporten nach Deutschland bei -36 % und den Importen bei -27,9 %. Einzig die Pharmabranche war nicht so stark betroffen: Exporte Minus -3,9 % und Importe, Plus 2,4 %.

Der Dienstleistungsaustausch über die Grenze ist ein wenig wahrgenommener, aber sehr grosser Wirtschaftsfaktor. Neben dem Güteraustausch beträgt das Volumen des unternehmensnahen Dienstleistungsaustauschs zusätzlich 30 %, also rund 30 Mrd. CHF pro Jahr. «Es gibt kaum mehr eine Maschine oder technische Anlage, die nicht durch speziell geschulte Fachkräfte und entsprechenden IT-Support in Betrieb genommen oder unterhalten wird. Mit der Einschränkung der grenzüberschreitenden Dienstleistungen dürfte der Güterexport zusätzlich gelitten haben.» meint Ralf Bopp, Direktor der Handelskammer Deutschland-Schweiz mit Sitz in Zürich.

Der Aussenhandel der Schweiz mit Deutschland wird nur im Gleichschritt mit der Erholung der Konjunktur erfolgen. Die Handelskammer Deutschland-Schweiz erwartet eine leichte Besserung in den kommenden Sommermonaten, allerdings auf tiefem Niveau.

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