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Nachrichten | 09.08.2019

Heidelberger Druckmaschinen: schwaches erstes und gutes zweites Quartal

Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist laut eigenen Angaben mit einer deutlich verbesserten Auftragssituation in das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 gestartet. Damit konnten Teile des schwachen ersten Quartals, vor allem im Europageschäft, kompensiert werden. Um sich mittel- bis langfristig deutlich unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen zu machen und den Anteil des wiederkehrenden Geschäfts entsprechend zu erhöhen, wird Heidelberg die digitale Transformation des Unternehmens und den Ausbau innovativer digitaler Geschäftsmodelle konsequent fortsetzen. Die Nachfrage nach den in diesem Zusammenhang besonders im Fokus stehenden Vertrags- und Subskriptionsangeboten hat sich auch im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2019/2020 weiter positiv entwickelt. Mittelfristig soll der wiederkehrende Umsatzanteil, vorwiegend aus Vertrags- und Subskriptionsangeboten, auf rund 1/3 des Gesamtumsatzes erhöht werden. Heidelberg weitet angesichts einer steigenden Kundennachfrage das Subskriptionsangebot aus und bietet nun weitere Vertragsvarianten an. Neben dem Gesamtpaket aus Equipment, Services, Verbrauchsmaterialien und Software in einem mehrjährigen nutzungsabhängigen Vertrag wird es künftig auch möglich sein, Einzelkomponenten dieses Angebots über eine gewisse Laufzeit nach festgelegten Standards zu kombinieren und zu nutzen.

Angesichts zunehmender konjunktureller Unsicherheiten vor allem in Mitteleuropa verzeichnete Heidelberg im ersten Quartal 2019/2020 (1. April – 30. Juni 2019) einen Rückgang der Umsätze von 541 Mio. € auf 502 Mio. €. Der Auftragseingang lag trotz einer deutlich höheren Nachfrage in China als Folge der positiv verlaufenen Messe Print China zum 30. Juni 2019 mit 615 Mio. € unter Vorjahr (665 Mio. €). Der Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahresende am 31. März 2019 (654 Mio. €) um rund 12 Prozent auf 730 Mio. € zum 30. Juni 2019. Dies ist auch auf die neuen Subskriptionsverträge zurückzuführen, die sich über die Laufzeit der jeweiligen Verträge hinweg im Umsatz niederschlagen werden.

Das Ebitda ohne Restrukturierungsergebnis lag mit rund 14 Mio. € ebenfalls unterhalb des unbereinigten Vorjahreswerts von rund 20 Mio. €. Das Ebit ohne Restrukturierungsergebnis betrug –10 Mio. € (Vorjahresquartal: 2 Mio. €). Die Ebitda -Marge ohne Restrukturierungsergebnis lag bei 2,8 Prozent, nach 3,7 Prozent im Vorjahresquartal. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf –13 Mio. € nach –16 Mio. € im Vorjahresquartal. Inklusive Einkommen- und Ertragsteuern lag das Ergebnis nach Steuern bei –31 Mio. € (Vorjahr: –15 Mio. €).

Ausblick für Geschäftsjahr 2019/2020

Für das Gesamtgeschäftsjahr 2019/2020 geht Heidelberg von einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres aus. Trotz der konjunkturellen Eintrübung und der damit verbundenen Investitionszurückhaltung im Equipmentgeschäft erwartet das Unternehmen durch einen weiteren stabilen Ausbau des Vertragsgeschäftes eine Kompensation. Im laufenden Geschäftsjahr geht Heidelberg von einer Zielmarge beim Ebitda ohne Restrukturierungsergebnis in einer Bandbreite von 6,5 bis 7 Prozent vom Umsatz aus. Nach Steuern wird ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG mit Sitz in D-Heidelberg ist in der Schweiz mit der Heidelberg Schweiz AG in Bern und der Gallus Group mit Sitz in St. Gallen vertreten.

www.gallus-group.com

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