Logo


Bitte drehen Sie Ihr Tablett um 90°

Logo
Nachrichten | 23.03.2020

Deutsche Wellpappenindustrie behauptet sich in schwierigem Umfeld

Die Mitglieder des deutschen Verbandes der Wellpappen-Industrie (VDW) mit Sitz in Darmstadt haben im vergangenen Jahr 7,9 Milliarden Quadratmeter Wellpappe abgesetzt. Das waren knapp 42 Millionen Quadratmeter weniger als 2018 – ein Rückgang um 0,5 Prozent. Aufgrund der gleichen Anzahl von Arbeitstagen 2019 und 2018 entsprechen die Veränderungsraten der absoluten Zahlen denen des arbeitstäglich bereinigten Absatzes.

Mit diesem Ergebnis haben die Wellpappenhersteller das für 2019 prognostizierte Wachstumsziel von 1,0 Prozent verfehlt. Laut Dr. Steffen P. Würth, Vorsitzender des VDW, liegen die Ursachen auf der Hand: „Das Jahr 2019 war geprägt durch grosse Verunsicherungen, hervorgerufen durch die von den USA angezettelten Handelskriege und den Brexit.“ So hatten auch die Bundesregierung und die Wirtschaftsforschungsinstitute im Jahresverlauf mehrfach ihre Prognosen nach unten korrigiert.

Für das Jahr 2020 hatte der VDW im Dezember 2019 ein Wachstum des arbeitstäglichen Wellpappenabsatzes in Höhe von 0,5 Prozent prognostiziert. „Trotz aller Schwierigkeiten, die durch den Ausbruch der Corona-Epidemie noch verstärkt werden, befindet sich unsere Industrie in einem recht soliden Umfeld“, so Würth weiter. „Zum einen ist unsere mit 30 Prozent Absatzanteil wichtigste Kundengruppe, die Nahrungs- und Genussmittelbranche, sehr nachfragestabil. Zum anderen geht auch vom weiterhin zunehmenden Wachstum des Online- und Versandhandels ein stabilisierendes Moment für unsere Industrie aus. Dennoch sind die Verwerfungen der Weltwirtschaft, die durch den Corona-Virus entstehen können, noch nicht abzusehen.“

Als nach wie vor schwierig bezeichnet Würth die Kostensituation der Wellpappenindustrie. Dem VDW-Vorsitzenden zufolge gaben die Papierrohstoffpreise im vierten Quartal des Vorjahres zwar weiter leicht nach. Danach lagen die Papierpreise über alle Sorten hinweg im Dezember 2019 um 2,4 Prozent unter dem des Januars 2017, als die Preisspirale mit exorbitanten Erhöhungen in Gang gesetzt wurde. „Das inzwischen normalisierte Preisniveau darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die in 2017 und 2018 aufgelaufenen Kostensteigerungen auch im vergangenen Jahr nicht kompensiert werden konnten.“ Das zeigt auch der Blick auf die Erlöse, die Würth zufolge im Jahresverlauf um 6,6 Prozent auf 53,9 Cent pro Quadratmeter Wellpappe gesunken sind. „Zusätzlich sind die Kosten für Löhne, Energie und Logistik im vergangenen Jahr um etwa 3,4 Prozent angestiegen“, sagt Würth. „Das belastet die ohnehin angespannte Ertragslage der Mitgliedsunternehmen zusätzlich.“ Beim Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr, äußert Würth Unverständnis für die jüngsten Kostensteigerungen beim Wellpappenrohpapier. „Trotz weiterhin sinkender Altpapierpreise, ist unsere Industrie aktuell mit Kostensteigerungen von bis zu 40,- Euro pro Tonne – auch für Recyclingpapiere – konfrontiert.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

  | Deutsche Wellpappenindustrie behauptet sich in schwierigem Umfeld
Nachrichten | 25.09.2020

Coveris übernimmt deutschen Papierbeutelhersteller HLB|SFV

Coveris mit Sitz in Wien meldet die Übernahme des Familienunternehmens HLB|SFV Verpackung Hettmannsperger & Löchner GmbH & Co. KG mit Sitz in Bruchsal, welches vor allem verschiedenste Varianten von Beuteln so...

Weiter lesen

  | Deutsche Wellpappenindustrie behauptet sich in schwierigem Umfeld
Nachrichten | 25.09.2020

Büsser Formenbau gewinnt einen Gold Award beim Deutschen Verpackungspreis

Für sein „Tetheringsystem für Verschlusskappen TC-Cap-One“ gewinnt die Büsser Formenbau AG mit Sitz in Neuhaus SG einen Gold Award beim Deutschen Verpackungspreis 2020. Die Jury-Wertung lautete: „Im Rahmen der EU-Rich...

Weiter lesen

  | Deutsche Wellpappenindustrie behauptet sich in schwierigem Umfeld
Nachrichten | 25.09.2020

Geschäftsführer Stephan Bitterlin beim Schweizerischen Verpackungsinstitut SVI ausgeschieden

Der Geschäftsführer Stephan Bitterlin hat das Schweizerische Verpackungsinstitut SVI zum 15. September 2020 verlassen. SVI-Präsident Philippe Dubois wurde vom Vorstand beauftragt, das SVI zu leiten, bis ein neuer Gesc...

Weiter lesen