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Logistiknews | 04.06.2020

Deutsche Holzpackmittelindustrie 2019: Stabilisierung auf hohem Niveau – Folgen der Coronakrise noch nicht absehbar

Die Betriebe der im deutschen Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. mit Sitz in D-Bad Honnef organisierten Hersteller blicken auf ein stabiles Wirtschaftsjahr 2019 zurück. Laut Statistischem Bundesamt hat die Palettenproduktion nach der Steigerung 2017 auf 110 Millionen das Allzeithoch im Jahr 2018 mit 111 Millionen produzierten Stück nur knapp verfehlt: 110,6 Mio. Paletten „Made in Germany“ wurden 2019 hergestellt. Ein minimaler Rückgang um 0,3 Prozent. Allerdings fiel der Produktionswert mit 1,1 Prozent überproportional. Zudem schrumpfte der um den Aussenhandel bereinigte Gesamt-Palettenmarkt in Deutschland um 2,1 Prozent auf insgesamt 143,6 Mio. Paletten.

So ist ein deutlicher Rückgang um -15,3 Prozent auf 62,5 Millionen bei den Palettenimporten zu sehen. Dies spricht für einen stärkeren Eigenbedarf der Erzeugerländer als auch für einen geringeren Gesamtbedarf auf dem deutschen Palettenmarkt. Dies wird dadurch gestützt, dass die deutschen Paletten-Exporte um rund 12 Prozent auf 32,5 Millionen zurückgegangen sind. Klarer Verlierer bei den Importen sind die Niederlande (-27 Prozent) und Lettland (-20,4 Prozent), während Tschechien seine Anteile um 12,7 Prozent steigern konnte. Unangefochtener Spitzenreiter bei den Importeuren ist nach wie vor Polen, aber auch hier ist ein deutliches Minus von 14 Prozent zu verzeichnen.

Die Niederlande (-18,7 Prozent) verloren zudem deutlich an Attraktivität als Exportmarkt. Deutschland ist damit noch immer ein attraktiver Markt für Importeure, da der rechnerische Gesamtmarkt 2019 von 140,6 Millionen in Deutschland benötigten Paletten durch die Eigenproduktion nicht gedeckt werden konnte.

Bei den Kisten stieg die Produktionsmenge von 2017 auf 2019 zwar um 3,2 Prozent, der Wert fiel im gleichen Zeitraum aber um 4,2 Prozent auf 477.192.000 Euro. Der Kistenimport hingegen stieg mit 7 Prozent deutlich an. Zuwächse gab es in allen Ländern der fünf wichtigsten Importnationen. Wie bei den Paletten führt auch hier Polen die Riege an, gefolgt von Tschechien, das seine Zahlen um 17,5 Prozent verbessern konnte. China als Viertplatzierter hatte einen Zuwachs von 52,8 Prozent zu verzeichnen. Auch das Wachstum der Importe aus der Slowakei sticht mit einer Zunahme um ein Drittel hervor. Der wertmässige Importüberschuss belief sich auf ca. 10 Prozent des deutschen Gesamtmarktvolumens von 533,1 Mio. Euro. Beim Kistenexport gab es in der Summe wenig Veränderungen zum Vorjahr, wenngleich auch hier die Niederlande mit einem Minus von 8,7 Prozent als zweiter in der Rangliste nach der Schweiz stehen, während Ungarn als fünfter mit einem deutlichen Minus von 34,6 Prozent und die USA mit einem Zuwachs von 14,3 Prozent hervorstechen.

Im Zusammenhang mit den unbekannten Konsequenzen der Coronakrise warnt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner aber zugleich: „Es ist davon auszugehen, dass die COVID-19 bedingten Rückgänge in manchen Bereichen nach der Krise fortbestehen. Eine sofortige Rückkehr auf den Stand vor der Krise ist unrealistisch. Auch die sozial-wirtschaftlichen Umbrüche werden dauerhafte Veränderungen für alle mit sich bringen.“ Kirschner benennt fünf wesentliche Punkte, um den sich anbahnenden Entwicklungen wirtschaftspolitisch zukunftsgerichtet zu begegnen.

Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. ist ein Fachverband mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen aus allen Bereichen der Holzpackmittelindustrie, die etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro repräsentieren.

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