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Nachrichten | 22.07.2021

CPH: Verpackung auf Kurs – höhere Rohstoffkosten belasten Papierergebnis

Im ersten Halbjahr 2021 konnten die coronabedingten Einschränkungen in vielen Ländern allmählich gelockert werden und die Wirtschaft begann sich wieder zu beleben. Mit der höheren Nachfrage stieg der Umsatz der CPH-Gruppe mit Sitz in Perlen LU im ersten Halbjahr 2021 um 5,1 Prozent auf 243,7 Mio. CHF, währungsbereinigt betrug der Anstieg 5,7 Prozent. Das Betriebsergebnis (Ebit) der CPH-Gruppe ging um 67,8 Prozent auf 5,7 Mio. CHF zurück. Das Nettoergebnis erreichte mit 5,9 Mio. CHF noch rund ein Drittel des Vorjahreswertes (ohne ausserordentliche Erträge von 12,0 Mio. CHF im Vorjahr).

Im Bereich Verpackung waren die Auswirkungen unterschiedlich. Einerseits ging die Nachfrage in den westlichen Ländern zurück, da die Pharmaproduzenten 2020 die Lager aufgebaut hatten und sich mit neuen Bestellungen eher zurückhielten. Andererseits gingen durch die Maskentragepflicht auch virale Infekte wie Erkältungen und Grippe zurück und die Eigenmedikation mit verschreibungsfreien Präparaten war entsprechend stark rückläufig. Diese Effekte konnte der Bereich Verpackung aber durch zweistellige Umsatzzunahmen in Lateinamerika und Asien mehr als kompensieren.

Der Bereich Papier verkaufte höhere Mengen als in der Vorjahresperiode, in welcher die Papiermaschinen coronabedingt länger stillstanden. Da die Papierpreise wegen den steigenden Überkapazitäten gleichzeitig zurückgingen, lag der Umsatz trotz der höheren Absatzvolumen unter dem Vorjahr.

Die zum Teil sprunghaft gestiegene Nachfrage führte bei einigen Rohmaterialien zu Lieferengpässen und zu enormen Preissteigerungen. Im Bereich Verpackung waren viele der eingesetzten Kunststoffe knapp und die Preise zogen sehr stark an. Diese konnten nur mit Verzögerung an den Markt weitergegeben werden und die Marge geriet in der Folge unter Druck.

Ausblick 2021

„Die CPH-Gruppe rechnet 2021 mit steigenden Umsätzen“, sagte CEO Peter Schildknecht. Auf der Aufwandseite muss weiterhin mit hohen Rohmaterialkosten insbesondere für Altpapier gerechnet werden, die nur teilweise an den Markt weitergegeben werden können. Wie bereits im Februar angekündigt, wird das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgehen, wobei nach heutigem Kenntnisstand das Nettoergebnis noch knapp positiv ausfallen dürfte.

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