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Nachrichten | 25.03.2020

BAK: Schweizer Wirtschaft fällt in eine Rezession

Mit der Entwicklung des Coronavirus zur globalen Pandemie verschlechtern sich die Rahmenbedingungen für die Schweizer Wirtschaft im Tagesrhythmus. Eine schwere Rezession ist nicht mehr zu vermeiden. Die BAK Economics AG mit Sitz in Basel geht von einem Rückgang des Schweizer BIP in Höhe von –2,5 Prozent im Jahr 2020 aus (bisherige Schätzung: +1,3 Prozent). Die Schutzmassnahmen zur Eindämmung des Virus führen im zweiten Quartal 2020 zu einer Vollbremsung. Die Geschäfts- und Grenzschliessungen sorgen vor allem bei den Dienstleistungsexporten und beim privaten Konsum für einen abrupten Einbruch. Dieser BIP-Prognose liegt bezüglich der weiteren Entwicklung der Pandemie die Annahme zugrunde, dass es dank der Schutzmassnahmen gelingt, das Virus bis zum Sommer einzudämmen.

Damit würden sich das Konsum- und Produktionsniveau ab Sommer zunehmend normalisieren, wobei auch einige der aktuell aufgeschobenen Ausgaben nachgeholt werden könnten. Darauf aufbauend erwartet BAK für 2021 ein hohes Wachstum von 4,3 Prozent. Sollte die Eindämmung des Virus jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, würde sich der wirtschaftliche Schaden mit zunehmender Dauer potenzieren. Die rasante Ausweitung des Coronavirus stellt sowohl die globale Wirtschaft als auch die Schweiz vor grosse Herausforderungen.

Die vielerorts eingeführten Schutzmassnahmen (Einschränkung des Flugverkehrs, Schul-, Geschäfts- und Grenzschliessungen, Absage von Events, Ausgangsverbote etc.) werden die globalen Konsumausgaben im ersten Halbjahr erheblich bremsen. Die Unternehmen leiden auf der Nachfrageseite unter den wegbrechenden Aufträgen. Hinzu kommen angebotsseitige Probleme, da viele globale Lieferketten unterbrochen sind und zahlreiche Unternehmen ihre Produktion zum Schutz der Belegschaften anhalten. Als zusätzliche Belastung für den privaten Konsum und die Investitionen erweist sich die aussergewöhnlich hohe Unsicherheit. Globale Rezession BAK rechnet daher im ersten Halbjahr 2020 mit einer globalen Rezession. Im Unterschied zur globalen Finanzkrise des Jahres 2009 stehen hierbei vor allem die privaten Konsumausgaben im Zentrum. Der wirtschaftliche Stillstand ist die Nebenwirkung der verabreichten Vorsorgemassnahmen, welche eine ungebremste Ausbreitung des Virus verhindern sollen. In der Folge leidet daneben auch der Industriesektor durch Produktionsunterbrüche und nachlassende Nachfrage.

 

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