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Nachrichten | 05.02.2018

Papierfabrik Scheufelen in Süddeutschland meldet Insolvenz an

Die Papierfabrik Scheufelen GmbH + Co. KG mit Sitz in D-Lenningen hat am 30. Januar 2018 beim Amtsgericht Esslingen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Scheufelen war bisher überwiegend Hersteller gestrichener Premium- und Bilderdruckpapiere für den von Überkapazitäten und Margendruck geprägten graphischen Sektor. Im Geschäftsjahr 2016 wurde unter der Marke phoenolux ein hochweisser Zellstoffkarton für Luxus- und Premiumverpackungen in den Markt eingeführt. Eine Spezialität ist auch Graspapier für graphische und Verpackungsanwendungen.

 

Im Geschäftsjahr 2017 erlöste das Unternehmen mit 340 Mitarbeitenden einen Umsatz von 83 Mio. Euro und produzierte 104.000 Tonnen Papier. Scheufelen war im Mai 2016 von einem Unternehmerkonsortium übernommen worden. Vorangegangen waren von hohen Verlusten geprägte Jahre. Seit der Übernahme konnte die wirtschaftliche Situation des Unternehmens laut eigenen Angaben durch zahlreiche Restrukturierungmassnahmen, einen teilweise Lohnverzicht der Belegschaft und die grundlegende Neuausrichtung auf den Verpackungsmarkt verbessert, sowie die Verluste und der negative Cash-Flow deutlich reduziert werden. Der Turnaround war aber angesichts massiver Preissteigerungen für Zellstoff und Chemikalien in 2017 unter der gegebenen Rohmaterial-, Kosten- und Produktstruktur nicht zu erreichen.

 

Angesichts der weiter bestehenden Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner Igepa Group für das gestrichene hochweisse Feinstpapier Heaven 42 und den Verpackungskarton phoenolux geht die Scheufelen Geschäftsleitung laut eigenen Angaben davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens auf Dauer gesichert werden kann. Die Produktion und der Vertrieb läuft weiter, die Gehälter und Löhne sind darüber hinaus bis März 2018 durch Mittel der Agentur für Arbeit sichergestellt. Der Geschäftsbetrieb der Packaging Campus Lenningen GmbH ist von der Insolvenz nicht betroffen.

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