Nach der Erholung im Jahr 2010 ist die europäische Papier- und
Kartonproduktion in den Mitgliedsländern der Cepi (Confederation of
European Paper Industries) im Jahr 2011 um knapp 2 Prozent
gesunken. Die Produktion von Verpackungspapieren und -kartons ging
im Einklang mit der Gesamtentwicklung um 2 Prozent zurück.
Die Branche sieht sich damit laut Angaben ihres europäischen
Spitzenverbandes von der weltweiten Konjunkturabschwächung
betroffen, vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres. Das
produzierte Gesamtvolumen betrug 2011 rund 95 Mio. Tonnen Papier
und Karton. Davon wurden 43,1 Prozent im Bereich Verpackung
eingesetzt.
Die Produktion von Verpackungspapieren und -kartons ging um 2
Prozent zurück. Dabei war der Rückgang von Wrapping-Grades mit 5
Prozent am stärksten. Cepi weisst daruf hin, dass die Angaben
auf der Produktionsmenge in Tonnen beruhen. Die Rückgang
beruht nach Meinung des Verbandes daher auch teilweise auf dem
Trend zu leichteren Verpackungen.
Die Gesamtproduktion hatte im Jahr 2007 den Rekordwert von 103 Mio. Tonnen erreicht und sank zwischen 2007 und 2009 um 13 Prozent und stieg im Jahr 2010 um 8 Prozent an. Die Zahlen für 2011 sind laut Cepi vorläufig.
Insgesamt schätzt Cepi für 2011 eine ähnliche Entwicklung überall auf der Welt, mit Ausnahme von Südkorea und China, die besser abgeschnitten haben dürften. Eine Prognose für 2012 wurde nicht bekannt gegeben.
Cepi hat 19 Mitgliedsländer in Europa, darunter 17 EU-Länder sowie Norwegen und die Schweiz, und repräsentiert rund 550 Firmen der Zellstoff-, Papier- und Kartonproduktion. Die Firmen stehen für rund 25 Prozent der Weltproduktiuon.

