Die meist mittelständischen Unternehmen der deutschen Kunststoffverpackungsindustrie befürworten einen Ausbau der erneuerbaren Energien, schreibt der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. in D-Bad Homburg. Allerdings zeichnen sich bei der in Deutschland hektisch eingeleiteten Energiewende erhebliche Risiken ab. Experten gehen davon aus, dass die Sonderumlagekosten im nächsten Jahr erheblich steigen werden. Schon der jetzige Beitrag sei im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ein eindeutiger Wettbewerbsnachteil für die deutschen Unternehmen, so der IK. IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn fordert deshalb eine Garantie der deutschen Bundesregierung, eine weitere Erhöhung der Umlagekosten auszuschliessen. Notfalls müssten die Beschlüsse entsprechend nachgebessert werden, insbesondere auch bei der Menge des subventionierten Stroms. "Dabei muss endlich mit der überzogenen Förderung der Photovoltaik Schluss gemacht werden", so Ulf Kelterborn. Sorgen bereitet vielen IK-Mitgliedern auch die Gefahr von Stromausfällen und Spannungsschwankungen, die sich durch das Abschalten von Kraftwerken erheblich erhöht hat. Dies würde unabsehbare finanzielle Schäden für die Industrie nach sich ziehen. Noch besteht aus Sicht des Verbandes eine grosse Chance, planungssichere und ökonomisch vertretbare Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu schaffen. Auch wenn der Atomausstieg in der Schweiz erst einige Jahre nach dem deutschen realisiert werden soll, steht die Schweizer Industrie weitgehend von denselben Problemen steigender Energiekosten sowie möglicher Kapazitätsengpässe in der Stromversorgung durch den ebenso wie in Deutschland hektisch eingeleiteten Atomausstieg.
