Verpackungen für Non-Food-Artikel wie Autozubehör, Messer, Sportartikel oder Werkzeuge bestehen vielfach aus PVC - und dieses ist häufig mit dem Schwermetall Cadmium belastet. Das zeigte eine Untersuchung der Abteilung für Chemikalien- und Produktsicherheit und Marktüberwachung des Regierungspräsidiums im deutschen Tübingen. Wie die Tageszeitung Schwarzwälder Bote berichtet, wiesen mehr als 30 Prozent der untersuchten PVC-Verpackungen eine unzulässige Cadmium-Belastung auf. Die Verpackungen für die Untersuchung stammen den Angaben zufolge aus Baumärkten, Drogerien, Warenhäusern und Sonderpostenmärkten und waren im Laufe dieses Jahres im mehreren Durchgängen ausgewählt worden. Überprüft wurden dem Bericht zufolge vor allem PVC-Verpackungen, bei denen bereits in der Vergangenheit Verstösse festgestellt worden waren. Die anschliessenden Untersuchungen im Labor hätten bei über einem Drittel der PVC-Verpackungen ergeben, dass der zulässige Grenzwert für Cadmium häufig um das Vier- bis Fünffache überschritten wurde.
Betroffen waren aber nur die Verpackungen. In den untersuchten Produkten aus PVC konnte kein Cadmium nachgewiesen werden. Das Verwenden der Verpackungen bedeute aber keine Gefährdung, sagt die deutsche Untersuchungsbehörde. Bei seiner Entsorgung jedoch könne Cadmium in den Naturkreislauf gelangen und über die Nahrungskette aufgenommen werden. Für Cadmium gelte daher in verschiedenen Erzeugnissen, unter anderem in Verpackungen, ein Grenzwert von 100 Milligramm pro Kilogramm. Dem Bericht zufolge will das Regierungspräsidium Tübingen auch im kommenden Jahr umfangreiche Kontrollen durchführen.

