Der Getränkekarton-Konzern Tetra Pak ist das jüngste
Angriffsziel der Umweltorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH).
DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch hat gegen Tetra Pak eine Klage
wegen Irreführung von Verbrauchern beim zuständigen deutschen
Gericht eingereicht. Grund: Anders als die Werbung von Tatra Pak
darstelle, würden Getränkekartons nicht vollständig rezykliert.
Tetra Pak weist die Vorwürfe zurück. Die Berechnungen seien "schwer
nachvollziehbar", sagte Firmensprecherin Heike Schiffler laut der
Zeitung Tagesspiegel, "die Kartons können zu 100 Prozent recycelt
werden." Anders als von der DUH behauptet, fände ein vollständiges
Recycling durchaus statt. Vor Tetra Pak sah sich zuletzt der
Lebensmittelkonzern Danone mit einer Klageeinreichung durch die DUH
konfrontiert. Anklagepunkt sind angebliche Falschaussagen von
Danone zur Umweltverträglichkeit des Aktiva-Joghurtbechers aus PLA,
den der Konzern auf den Märkten in Deutschland und der Schweiz
eingeführt hat. Das Verfahren ist noch hängig. Die DUH hat das
Klagen gegen bekannte Firmen offensichtlich als ein probates Mittel
entdecket, um sich selbst zu Publizität zu verhelfen. Das ist ein
bisschen das Greenpeace-Prinzip, aber deutlich ungefährlicher für
die DUH-Aktivisten, die so Publizität erreichen, ohne wie
Greenpeace-Aktivisten Kamine von Atomkraftwerken oder
Walfangschiffe zu besteigen
Links zu den Websites: www.tetrapak.com www.duh.de

