Es besteht ein grosser Mangel an Menge und an qualitativ hochwertigem rPET-Material am europäischen Markt, was den Einsatz von rPET derzeit massiv beschränkt. Dies sagte Frédéric Blanchard, Appe-Werksleiter in F-Beaune an der Konferenz PETnology Europe 2011 in Nürnberg während der Messe Brau Beviale 2011 Mitte November. Daher sind die Möglichkeiten vieler Unternehmen eingeschränkt, die Umweltauswirkungen ihrer Verpackungen und den Kohlenstoff-Fussabdruck zu reduzieren. Appe hat durch eine Investition von 10 Mio. Euro die Produktion in Beaune um 40 Prozent von 25.000 auf 35.000 Tonnen erhöht, doch bestehe weiterhin ein Mangel an post-consumer-PET für die Verarbeitung. Dieses Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage verursachte den Preisanstieg des Rohstoffs - post-consumer-PET-Ballen - auf die jüngsten Rekordhöhen. Zudem werde derzeit nur etwa 22 Prozent der PET-Gebinde zu rPET für neue PET-Gebinde verarbeitet. Etwa 78 Prozent gehen in Anwendungen wie Folien, Fasern und Umreifungsbänder. Appe, früher Artenius PET Packaging Europe, eine Division von La Seda de Barcelona, ist tätig im Bereich der Entwicklung und Herstellung von PET-Preforms, Flaschen und Behälter. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstätten in Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Marokko, der Türkei und Griechenland. Es ist nach eigenen Angaben europäische Marktführer im Recycling von PET-Behältern und der grösste Hersteller von Recycling-PET (rPET).

